Tier-Engel unterwegs e.V.

Die Tiernothilfe im Kreis Ludwigsburg & Umgebung

Unsere Einsätze 2024 - Stand 14.06.2024: 984

Falls auch Sie einmal ein Tier in einer Notlage auffinden oder eine Totfundmeldung abgeben möchten - ein Anruf auf unserem Notfalltelefon genügt und wir sind zur Stelle: 0178-9313465


Montag, 10.06.2024
Einsatzbericht 937 🦅🦅🦅

Es war Montag und Teammitglied Franzi auf dem Weg zur PH, als sie im Notfallchat las, dass zwei Turmfalkenjunge in Freiberg im Industriegebiet aus einem Nest in großer Höhe abgestürzt seien. Die Tiere seien agil und wirkten nicht verletzt. Der Melder hatte zuvor im Tierheim Ludwigsburg angerufen und dort bereits alles hinsichtlich einer Rückführung geklärt.

Das Nest war so ungünstig, dass hier keine Chance bestand und das Tierheim den Melder an uns verwies, um die Tiere zu sichern und ins Tierheim zur weiteren Versorgung zu bringen. Franzi gab Bescheid, dass sie nach ihrer Vorlesung den Einsatz übernehmen kann. Teammitglied Estelle betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon und klärte alles Weitere mit den Meldern bis zum Eintreffen von Franzi ab.

Zurück aus der PH fuhr Franzi in Begleitung ihres Papas, der sehr oft unterstützend bei EInsätzen dabei ist - an dieser Stelle erneut ein riesen Danke an „Papa Franzi“ - nach Freiberg. Ausgerüstet mit Kescher und bissfesten Handschuhen stellten beide am Einsatzort fest, dass die Melder die Jungtiere bereits in einem großen Karton gesichert hatten.

Franzi schaute sich die Jungtiere kurz an, einer war sehr sehr fit und attackierte Franzis Handschuh, der andere Greifvogel-Zwerg war etwas zurückhaltender, als sie von Franzi in eine Softbox umgesetzt wurden. Softboxen sind die definitiv beste Transportmöglichkeit für „Federvieh“ um die sensiblen Federn an den Flügeln zu schützen.

Im Tierheim angekommen lief unser 1. Vorstand Marion, die im Tierheim arbeitet, über den Hof - sie wollte Mittagspause machen. Sofort wurde die Pause verschoben und Marion kümmerte sich umgehend um die zwei Vogeljungen. Nach kurzer „Inspektion“ kamen die Geschwister in eine Box, wo schon Futter platziert war und über dieses machten sich die beiden dann sogleich her.
Nach erfolgreichem Aufpäppeln werden die zwei wunderschönen Turmfalken in Freiheit entlassen und dürfen hoffentlich noch ganz lange ihre Flugbahnen ziehen - good luck! 🍀




Donnerstag, 06.06.2024
Einsatzbericht 887🦉🦉🦉

Kurz nach 16 Uhr am Donnerstag, 6. Juni 2024 nahm unser Teammitglied Benni, der zu der Zeit unser Notfalltelfon betreute, einen Anruf aus Asperg entgegen.

Die Melderin war mit ihren beiden kleinen Kindern auf dem Spielplatz im Osterholz und sie hatten eine junge Eule entdeckt, die nicht wegfliegt. Sie beobachteten, dass viele Fliegen um sie rumschwirren und auch auf ihr sitzen.
Nach Rücksprache mit dem Tierheim Ludwigsburg war schnell klar: das Jungtier muss gesichert werden und zur Erstversorgung ins Tierheim. Allerdings war die Melderin mit den zwei kleinen Kindern zu Fuß unterwegs und ohne Möglichkeit, das Tier zu sichern und ins Tierheim bringen zu können.

Einige nahegelegen wohnhafte Teammitglieder mussten für den Einsatz bereits absagen, waren selbst gerade nicht in der Nähe oder sogar mit einem Familienmitglied in der Notaufnahme. Unser zweiter Vorstand Caro chattete unsere Freiberger Teammitglieder Mely und Karsten an. Mely saß gerade noch in der S4 vom Stuttgarter Hauptbahnhof nach Hause Richtung Feierabend. Sie versicherte Caro, sie übernehme den Einsatz, sobald sie Zuhause wäre. Mely schloss sich telefonisch mit ihrem Mann Karsten kurz, der sie mit der passenden Ausrüstung am Freiberger Bahnhof abholte.

Karsten fuhr los und Mely telefonierte mit der Melderin für eine genauere Standortangabe. Die Melderin war mit ihren beiden Kindern immer noch vor Ort und würden warten, bis die zwei Tier-Engel eintreffen. Vor Ort angekommen zeigten die beiden Jungs der Melderin unseren Teammitgliedern, wohin sich die Eule inzwischen zurückgezogen hatte. Mama und Kids hatten sehr gut auf die Eule acht gegeben. Karsten stand schon für einen möglichen Fluchtversuch des Eulenjunges mit einem Kescher bereit, allerdings liess sich der kleine, sehr erschöpfte Kerl von Mely mit ihren Handschuhen problemlos greifen und vorsichtig in die Transportbox mit dem vorbereitetem Handtuchnest setzen.

Die Melderin und ihre beiden stolz-schüchternen Jungs konnten die Eule nochmal genau anschauen und der größere von beiden hat dem Eulenkind den Namen Memi gegeben, so wie sein Lieblingsstofftier heißt.

Mely und Karsten bedankten sich nochmal recht herzlich bei der Melderin fürs lange Warten. Die Jungs hatte der vermutlich ungeplant lange Spielplatzaufenthalt bei bestem Wetter sehr gefreut. Auch dass sie dieses Wildtier von so nahe beobachten konnten, war sicher ein kleines Tageshighlight, von dem sie nun allen berichten können.

Im Tierheim bereits erwartet, wurde das entkräftete Eulenjunges von Tierheimleiterin Ursel entgegengenommen. Das Eulenjunge ist übrigens ein Waldkauz! Mely und Karsten hatten noch schnell den markanten Unterschied von Ursel Gericke erklärt bekommen - ja, auch die Tier-Engel lernen nie aus - und dann wurde Memi schnellstens erstversorgt. Good luck Waldkauzkind! 🍀

 




Dienstag, 04.06.2024
Einsatzbericht 863 🍀💚🍀

Um kurz vor 10 Uhr am 04.06.2024 erreichte die erste Meldung an diesem Tag unser Teammitglied Franziska, die zu dem Zeitpunkt unser Notfalltelefon betreute.

Ein junger Eichelhäher säße bei der Melderin im Vorgarten in LB-Eglosheim. Nach telefonischer Beratung beobachtete die Melderin den kleinen Kerl zunächst, ob ggfls. Elterntiere auftauchen würden. Sie meldete sich am frühen Nachmittag erneut auf unserem Telefon. Sie berichtete Edelgard, die den Nachmittagsdienst an unserem Notfalltelefon übernommen hatte, dass es nun zwei junge Eichelhäher wären und das Elternpaar sie auch schon verwarnt habe, als sie den Jungtieren zu nahe kam.

Am späteren Nachmittag war wieder nur noch ein Jungtier zu finden, welches sich zudem noch hinter einem kleinen Gartenhäuschen versteckt hatte, hinter dem die Elterntiere das Junge nicht versorgen können. Die Melderin sorgte sich sehr um die zwei und kontaktierte erneut unsere Notrufnummer, um um Unterstützung zu bitten. Edelgard setzte dies in unseren Notfallchat.

Unser zweiter Vorstand Caro wusste, das dies ca. die Feierabend-Zeit von Teammitglied Mely aus Freiberg/Neckar ist und hat Mely direkt kontaktiert, ob sie den Einsatz übernehmen könne. Mely war wirklich erst seit wenigen Minuten Zuhause angekommen, erklärte sich aber sofort bereit, wieder loszufahren.

Mit Unterstützung von ihrem Mann Karsten kamen beide am frühen Abend bei der Melderin an. Ein Jungtier war schnell gefunden und zeigte sich als sehr agil. Auch der Gesamtzustand war nach Einschätzung unserer beiden Teammitglieder gut - soweit der kleine Kerl die beiden in seine Nähe liess. Er kommentierte sehr lautstark, wenn sie ihm zu nahe waren und beide Elterntiere flogen „Verwarnungen“. Dieser kleine Schreihals kletterte dann durch eine kleine Lücke im Zaun in Nachbars Garten. Die Melderin sagte, sie hätte das Zutrittsrecht und hat unsere beiden Teammitglieder in der angrenzenden Garten begleitet. Nach längerer Suche in beiden Gärten wurde das zweite, etwas mobilere Jungtier gefunden. Beide Eichelhäherjunge waren am selben Fleck und das Elternpaar immer sehr wachsam in der Nähe.

Beide Jungtiere machten einen guten, fitten Eindruck und da beide Eltern anwesend waren, entschieden Karsten und Mely, dass die Tiere nicht eingefangen werden müssten. Nach der Nestlingsphase werden Eichelhäher-Jungtiere noch 3-4 Wochen von den Eltern versorgt.

Die Melderin bedankte sich bei unseren beiden Teammitgliedern und versprach sich zu melden, sollte sie beobachten, dass es den beiden jungen Kerlchen schlecht gehen würde.

Im Zweifelsfall lieber einmal zu früh mit mehreren Augen besehen, als zu leichtfertig abgetan. Wir freuen uns, dass die beiden Eichelhäherjungen in beiden Gärten willkommen sind und hier eine gute Kinderstube genießen können.




Donnerstag, 30.05.2024
Kurz-Einsatzbericht 825 🍀💚🍀

Es war Feiertag und Teammitglied Benni noch bei einem Einsatz mit einem verletzten Graugansküken - wir berichteten unten…

Auf dem Notfalltelefon, welches Teammitglied Debbi zu diesem Zeitpunkt betreute, rief die Polizei Leonberg an - ihnen wurde in der Gebersheimerstraße ein Goldfasan in einem Vorgarten gemeldet. Auch diesen Einsatz übernahm Benni. Nach wenigen Minuten war er vor Ort.

Nach kurzer Suche konnte Benni den Goldfasan ausfindig machen und sichern. Währenddessen „unterhielten“ Benni und der hübsche Goldfasan sich angeregt miteinander… Teammitglied Benni fand einen Ring und anhand dessen konnte das wirklich ausgesprochen hübsche Tier seinem Besitzer zurückgebracht werden.

Dieser war sehr happy über das Wiedersehen - Benni erfuhr, dass der Fasan beim Ausmisten die Gelegenheit nutzte um zu entkommen - zum Glück kam das Tier nur 150m weit weg und es ist nichts passiert…




Donnerstag, 30.05.2024
Kurz-Einsatzbericht 824 🍀🥲

An diesem Feiertags-Donnerstag um die Mittagszeit erreichte uns ein Hilferuf aus Leonberg. Gemeldet wurde ein verletztes Graugansküken mit blutender Wunde am Hals. Teammitglied Benni machte sich sofort auf den Weg nach Leonberg zum Stadtgarten. Dort wurde er bereits von der Melderin erwartet. Das Küken war nach wenigen Sekunden mittels Kescher gesichert. Die Melderin erklärte sich auch bereit, das verletzte Tier zu der organisierten Pflegestelle zu fahren, da Benni noch vor Ort den nächsten Einsatz übernahm.

Das Küken hatte eine tiefe Wunde am Hals - woher diese vermutlich stammte, lasen wir einen Tag später aus einem Facebookpost in der Leonberger Gruppe (s. Screenshot). Wir sind noch immer sprach- und fassungslos…

Wir bitten in diesem Bereich um besondere Beobachtung und solltet Ihr feststellen, dass Tiere gejagt und gequält werden, ruft bitte umgehend die Polizei an!!!




Pfingstsonntag, 19.05.2024
Einsatzbericht 724 🦉🦉🦉

Es war Pfingstsonntag, 9.15 Uhr. Tiere in Not brauchen uns 24/7 - Feiertag, Wochenende, Nacht - egal.... und wir sind bereit!
Teammitglied Andrea betreute das Notfalltelefon und erhielt einen Anruf, dass eine kleine Babyeule in Asperg im Gymnasiumschulhof sitzt - das Kleine wurde laut Meldern zuvor von Krähen attackiert.

Teammitglied Estelle, die in Asperg wohnt, stellte nach ihrem Frühstück fest, dass Andrea sie direkt angerufen hatte. Die Meldung selber hatte Estelle bis dahin noch nicht gelesen. Kurz nach dem Telefonat übernahm Estelle fussläufig den Einsatz.

Bei Ankunft waren der Melder und sein Sohn noch vor Ort. Die beiden berichteten, dass 4 Krähen das Eulenkind attackiert und vom Baum geworfen hatten. Daraufhin haben der Melder und sein Sohn das Kleine vor den Krähen beschützt und bei uns angerufen. Estelle stellte fest, dass es sich um ein Jungtier handelte, welches bereits erste Flugversuche unternahm, als sie sich ihm näherte. Kurzentschlossen wurde der süße Fratz von Estelle mit einem Handtuch gesichert. Das flauschige Vögelchen war fit bis auf die Verletzungen, welches es durch die Krähen erlitten hatte. Estelle war wie hypnotisiert von den wunderschönen knall-orangen Augen, mit dem das Eulenkind sie fast dauerhaft fixierte….

Mit dem zuckersüßen Kerlchen lief Estelle wieder heim. Als Teammitglied Christoph ihr anbot, den Transport ins Tierheim zu übernehmen, war sie sehr froh darüber, denn Estelle war nicht ganz fit…. Christoph übernahm das Eulenkind und brachte es zur weiteren Versorgung ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort stelle man fest, dass es sich um eine weibliche Waldohreule handelte. Inzwischen ist der Flauscheball auch auf einer tollen Pflegestelle und wird dort bis zur Auswilderung liebevoll betreut und versorgt.

Danke an den Melder und seinen Sohn für das umsichtige Handeln, an das Tierheim Ludwigsburg für die Versorgung am Feiertag und unsere Teammitglieder Andrea, Estelle und Christoph, die durch ihren Einsatz in ihrer Freizeit ein wundervolles Leben gerettet haben…..




Freitag, 17.05.2024
Einsatzbericht 704 💚💚💚

Am Freitag um 9.30h erreichte uns ein Anruf vom Bauhof der Stadt Leonberg. Ein Mitarbeiter hat im Stadtgarten ein Graugansküken gefunden, welches neben einem bereits verstorbenen Küken lag. Das Kleine, welches er bereits gesichert hatte, machte einen sehr kritischen Eindruck.

Teammitglied Benni betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon und übernahm diesen Einsatz auch gleich selber. Während der Anfahrt zum Einsatzort nach Leonberg kümmerte sich Benni darum, eine Pflegestelle für das Küken zu finden. Nach einem Telefonat war diese bereits organisiert. Das Kleine durfte zu Jeanine von der Wildtierhilfe Pforzheim
https://www.facebook.com/groups/575952266750600,

Da Benni bedingt mobil ist, machte sich Teammitglied Marjolein auf den Weg zum Bauhof, um dort Benni mit dem Küken „einzusammeln“ und zur Pflegestelle zu bringen. Benni nahm inzwischen das Graugansküken im Bauhof entgegen. Nach einer kurzen Untersuchung war klar, dass es sich definitiv in einem sehr kritischen Zustand befand. Das Baby war unterkühlt und reagierte kaum noch. Benni packte es warm ein und kurz darauf traf auch Marjolein am Bauhof ein - gemeinsam machten sie sich sofort auf den Weg nach Pforzheim.

Bei Jeanine angekommen , wurde der kleine Flauscheball sofort versorgt, die Prognose war allerdings nicht sehr gut. Jetzt hieß es alle Daumen drücken. Anschließend machten sich unsere beiden Teammitglieder wieder auf den Weg nach Hause.

Ein paar Stunden später bekam Benni ein Update von der Jeanine: Dem Baby-Buben geht es schon viel besser, er faucht fleißig und läuft hin und her. Die Freude über diese Nachicht war riesig. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Jeanine Nikolaus von der Wildtierhilfe Pforzheim für die Pflege von dem kleinen Graugansküken.





Samstag, 11.05.2024
Einsatzbericht 658 💚💚💚

Durch Menschenhand verletzt - durch Tier-Engel-Hand vom Schmerz befreit

Es war Samstag. Teammitglied Franzi betreute auch diesmal wieder das Notfalltelefon.
Die Uhr zeigte ca. 12.15h, als die Meldung kam, dass ein Schwan mit einer Angelschnur und „einem roten Marker“ am Hals in Benningen am Bootsclub entlang schwimmt. Die Meldung kam von einem Mitglied vom Bootsclub.

Franzi und ihr Freund Marco, der sie sehr oft auf Einsätze begleitet und unterstützt, machten sich bereit, den Einsatz zu übernehmen. Franzi besprach noch kurz die Vorgehensweise mit unserem Vorstand und telefonierte anschließend mit Teammitglied Christoph, der von einem anderen Einsatz in der Gegend war. Während er sich auf den Weg zu Franzi machte, hat diese noch Brötchen eingepackt und Mais, um den Schwan anzulocken. Natürlich sollte man Brot und Brötchen nicht füttern, hier handelte es sich aber um eine Ausnahmesituation - einen Schwan auf dem Wasser zu sichern bedarf es oft einiger Bestechungsversuche - Brötchen gehören dazu ;-)

Von Franzi aus ging es gemeinsam nach Benningen zu dem Bootsclub, wo die 3 bereits von einer netten Dame empfangen wurden. Diese teilte allerdings gleich mit, dass der Schwan schon ein Stück flussaufwärts geschwommen sei in Richtung Naturschutzgebiet. Dort würde er sich zusammen mit seinem Partnertier öfter aufhalten. Die Dame gab unseren Teammitgliedern den netten Hinweis, dass vielleicht ein Mitglied vom Bootsclub die 3 mit flussaufwärts nehmen könne und so den Schwan ggfls. direkt vom Wasser zu sichern. Welch großartige Idee!
Das könnte zwar vermutlich eher schwierig werden, aber probieren kann man es auf jeden Fall mal!

Tatsächlich erklärte sich ein Bootsclubmitglied auf Nachfragen bereit, die Tier-Engel mitzunehmen. Es gibt auch schlechtere Möglichkeiten, den Samstag zu gestalten - eine Bootsfahrt auf dem Neckar  war ganz passabel! Es ging ein ganzes Stück mit flussaufwärts, wo unsere Teammitglieder dann tatsächlich die Schwäne im Naturschutzgebiet gesichtet haben. In das Natur-schutzgebiet darf man mit dem Boot grundsätzlich nicht reinfahren - so wurde der Einsatz zunächst erfolglos beendet.

Im Bootsclub zurück bedankten sich die Tier-Engel beim Kapitän und vereinbarten mit der Melderin, dass diese erneut anrufen solle, wenn der Schwan wieder gesichtet wird.

Am Nachmittag gegen 16.45h wurden wir dann nochmals alarmiert - diesmal von einer Familie, die zwischen Pleidelsheim und Freiberg am Neckar auf ihrem Garten-Stückle war und den Schwan mit dem Angelhaken im Hals entdeckt hatte. Christoph, Franzi und ihr Vater machten sich unverzüglich wieder auf den Weg. Vor Ort angekommen wurde zunächst versucht, den Schwan an Land zu locken. Da wo sich der Schwan aufhielt, gingen Stufen ins Wasser und es war dem Tier alles nicht so geheuer. Es standen zudem noch sehr viele Leute außen rum, auch die Kinder der Melder, zwischen 12 und 14 Jahre alt, waren sehr besorgt und es wollten alle helfen.

Christoph hat sich mit einem großen Kescher bewaffnet und wollte sich von der Seite im Gebüsch anschleichen. Allerdings war der Schwan sehr misstrauisch und kam nie nah genug heran… Trotz Brötchen und Mais - mutiger dagegen war die Schwanen-Gattin… diese traute sich wieder und wieder sehr nah heran und hätte mehrfach gesichert werden können - doch um sie ging es nicht!

Nachdem sich die Sicherungsaktion länger als geplant hinauszog und sowohl Teammitglied Christoph als auch die Melder zu Folgeterminen mussten, blieben am Einsatzort Franzi, ihr Papa und die Tochter der Melderin. Franzi ging nun bis zum Schienbein ein Stück ins Wasser rein und hockte sich dann hin, auch die Tochter der Melderin war bei Franzi. Geduldig blieben die beiden hocken, warfen immer wieder etwas Mais ins Wasser… Die Schwäne steckten ihren Kopf unter Wasser um den Mais rauszuholen - hier witterte Franzi ihre Chance…. Gaaaanz laaangsam verkürzte sie die Wurfweite vom Mais und Papa Schwan kam näher und näher…

Plötzlich packte Franzi blitzschnell zu - innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde hatte sie entschieden, wenn nicht jetzt wann dann und in einem minimal unaufmerksamen Moment des Schwanes ergriff Franzi den Schwanenhals…und ließ nicht mehr los. Sofort kam Franzis Papa hinzu und half seiner Tochter, das Tier zu sichern, indem er den Körper samt den Flügeln fixierte. Es sei angemerkt, dass Franzi keine 50 kg wiegt und ein Schwan immense Kräfte hat - gerade in den Flügeln….

Gemeinsam trugen sie das Tier aus dem Wasser auf die Wiese nebenan. Der Kopf wurde vorsichtig mit einem Handtuch bedeckt - selbstverständlich wurde darauf geachtet, dass der Schwan noch Luft bekam. Durch die Dunkelheit jedoch konnte er sich ein bisschen „beruhigen“. Es wurden noch weitere Hände gebraucht und Franzi fragte die Tochter der Melder, ob sie sich das zutraut, den Schwan auch ein bisschen mit festzuhalten. Das Mädchen war wirklich super taff und Franzi meinte zu ihr, sobald sie 18 ist, darf sie sich gern bei uns melden. Wir brauchen solche beherzten Mitglieder im Verein!

Während Franzis Papa am Kopf aufpasste und die Tochter den Schwanenkörper mit fixierte, schaute sich Franzi die Verletzung am Hals an. Behutsam entfernte sie den Angelhaken. Die Wunde war weder eitrig noch dick und blutete kaum nach. Franzi „verfolgte“ die Schnur und landete am Schwanenflügel, in dem eine ca., 1,5cm lange Kerbe wie „eingeschnitten“ zu sehen war. Es war etwas Schorf und Kruste aussen herum, alles in allem auch hier eine „saubere“ Wunde. Die Schnur ging weiter bis zum rechten Fuss des Tieres, wo Franzi dann einen ziemlich schweren „Stein“ an der Schnur vorfand - es handelte sich um ein Senkblei, welches, wie sich später herausstellte, ca. 120g schwer war. Ein Golfball wiegt dagegen nur ca. 40g….  Franzi entfernte nun die ganze Schnur, welche sich um den Fuß gewickelt hatte - Gott sei Dank war dort überhaupt keine Verletzung, so dass der Schwan wirklich Glück im Unglück hatte.

Nachdem sie alles weggemacht hatte, breitete Franzi nochmals den Flügel aus und vergewisserte sich, dass die Wunden nicht entzündet oder auffällig waren. Gewissenhaft prüfte sie von oben bis unten, ob alles in Ordnung ist und tastete den Fuß ab, ob der Schwan irgendwelche schmerzhaften Reaktionen zeigte. Bis sie sich wirklich sicher war, dass der Schwan keine größeren Verletzungen hatte und keine gefährlichen, offenen Stellen oder Blut oder Eiter irgendwo dran war. Franzi hielt vor Ort nochmals Rücksprache mit unserem 2. Vorstand Caro. Gemeinsam entschieden die Frauen, dass es wohl besser wäre, den Schwan wieder schwimmen zu lassen, zumal seine Frau im Wasser gewartet hat und die Verletzungen nicht weiter schlimm waren. Zudem war Brutsaison und es wäre nicht schön, dass Männchen mitzunehmen während das Weibchen dann Eier legen und bebrüten würde und keinen Partner, der sie versorgt….

Beim 2. Versuch konnte dem Schwanenmännchen also geholfen werden und als ganz tolles Happy End trugen Franzi, die Tochter der Melderin und Franzis Papa gemeinsam den Schwan zurück ans Wasser. Vorsichtig entfernten sie das Handtuch und traten rasch den Rückzug an. Wer weiss wie er reagieren würde wenn er wieder freie Sicht hat????? Die Bedenken waren grundlos - der Schwan wollte eh nicht mehr in Richtung der Helfer - er war froh, dass er wieder frei war und ist im Turbo-Schwanen-Gang weggepaddelt…

Aus der Entfernung konnten unsere Helfer beobachten, wie er sich gründlichst gewaschen und gebadet hat, um den ungewohnten Menschengeruch loszuwerden. Danach zog er gemeinsam mit seinem Weibchen von dannen… Die Melder wurden von uns noch gebeten, das Schwanenpaar weiter zu beobachten und bei Auffälligkeiten sich bei uns zu melden - bisher haben wir nichts gehört.

Zu Hause angekommen, haben sich unsere Helfer die entfernten Dinge etwas genauer angeschaut. Sie waren nach dem Wiegen einfach nur geschockt, wie schwer das Senkblei ist und welch Schmerz das wunderschöne Tier dadurch erleiden musste…

Deshalb unser Appell an alle Angler da draußen:
Bitte Bitte Bitte passen Sie besser auf ihre Angelutensilien auf, das war leider nicht der erste Schwan, den wir gemeldet bekommen haben. Jährlich sind es mehrere Schwäne mit Angelschnüren und/oder -haken und es ist immer ein großer Aufwand, diese zu sichern. Nicht jedes Tier lässt sich zudem sichern und so schwimmen diese wundervollen Wesen teilweise lange Zeit verletzt rum und es besteht die Gefahr, dass sie irgendwo hängenbleiben, ersticken, Gliedmaßen abgeschnürt werden und absterben oder die Tiere an den Wunden jämmerlich verenden.

In diesem Fall konnten wir helfen und sind einfach nur sehr glücklich. Wir wünschen dem Schwan und seiner Familie alles Gute und dass er nun einen wunderschönen schmerzfreien Sommer geniessen kann. Danke an alle Beteiligten für diese großartige Leistung!




Samstag, 04.05.2024
Einsatzbericht 608 💚💚💚

Am Samstag, den 04.05.2024, war Teammitglied Lisa in Stuttgart unterwegs. Sie feierte den Junggesellenabschied einer guten Freundin. Die Mädels waren gerade aus der U-Bahn gestiegen und entlang der Straße auf dem Weg zu ihrem ersten Ziel. Da rief Lisas Freundin laut: "Lisa, schnell ein kleiner Vogel!" Sofort war die Aufmerksamkeit geweckt und Lisa eilte zu ihr nach vorne.

An einer Scheibe saß ein Meisenästling. Die Mädels hatten beobachtet, wie er gegen die Scheibe geflogen war. Er war sichtlich aufgewühlt. Als Lisa sich ihm näherte, um ihn besser betrachten zu können, flatterte der kleine Zwerg erneut los und leider direkt gegen die nächste Scheibe. Mit einem schnellen Griff konnte Lisa den Kleinen fangen und er war erst einmal sicher. Sie sah sich den Piepmatz an und konnte zunächst keine sichtbaren Verletzung erkennen. Gemeinsam sahen sich die Frauen um und suchten nach einem Nest, den Elterntieren oder einem sicheren Ort für die ersten weiteren Flugversuche.

Leider war nichts davon vorhanden. Sicher war: er brauchte Ruhe, um sich von einem eventuellen Anflugtrauma zu erholen und hier an dieser viel befahrenen Straße war es extrem gefährlich für solch unbeholfene Flugversuche. Also entschieden die Frauen, den Kleinen erstmal mitzunehmen. Aber in Lisas Hand konnte er nicht bleiben. Zum Glück hatte eine der Frauen einen kleinen Karton in ihrem Rucksack. Dort setzten sie ihn rein, so konnte er zur Ruhe kommen. Die Frauen setzten ihren Weg fort und Lisa fragte im Tier-Engel-Chat und parallel auf der Facebook Seite "Wildvogelhilfe-Notfälle" nach geeigneten Pflegestellen in der Nähe. Schnell nahm Teammitglied Benni Kontakt zu Lisa auf.

Er ist in verschiedenen Gruppen sehr gut vernetzt und Lisa erklärte ihm die Situation, dass sie auf einem Jungge-sellenabschied war und noch einige Programmpunkte geplant waren - doch mit dem kleinen Meisenbaby waren sie eingeschränkt. Es dauerte nicht lange und Benni fand eine passende Pflegestelle in Esslingen. Nun war die Frage, wie kommt der Kleine dahin? Da kam der Braut in spe die Idee!

Ihr Partner war mit einem Freund zuhause (in Zuffenhausen) und er liebt Vögel. Also rief sie ihn kurzer Hand an und fragte die beiden Männer um Hilfe. Sie zögerten nicht und machten sich auf den Weg zu der Frauengruppe. Zwischnezeitlich kam das Vögelchen in dem Karton zur Ruhe, durch ein etwas größeres Loch konnte Lisa ihn gut beobachten und seinen Zustand im Auge behalten.

Bald trafen die beiden Männer ein und nahmen den Vogel entgegen. Lisa gab ihnen für die Pflegestelle noch wichtige Infos über die Auffindeumstände und danch machten sich die Männer mit dem Meisenzwerg auf den Weg zur Pflegestelle. Dort darf der Kleine nun in Ruhe groß werden und an einem sicheren Ort seine Flugversuche starten. Wir wünschen ihm alles Gute und ein langes Leben 🫶




Freitag, 03.05.2024
Einsatzbericht 594 🕊🕊🕊

Wie fast jeden Freitag, war Teammitglied Lisa auch an diesem Tag im Stall bei ihrem Pflegepferd. Doch direkt als sie den Stall betrat, fiel ihr jemand auf, der sonst nicht im Stall anwesend ist. Hoch oben auf einem Dachbalken saß eine Ringeltaube. Sie wirkte dort irgendwie deplatziert. Also betrachtete Lisa sie etwas intensiver. Sie wirkte aufgeplustert und hing dort etwas „schepps“ auf dem Balken.
Während Lisa ihr Pony putzte und für den Spaziergang vorbereitete, beobachtete sie die Taube weiter. Diese bewegte sich kaum und Lisa vermutete, es könnte sich um ein Jungtier handeln. Sie stellte eine Nachricht in unseren Chat, falls sie Hilfe brauchen würde, wenn es nötig wäre, das Tier zu sichern. Lisa überlegte, wie sie rankommen könnte. Sie entschied sich,allerdings erst einmal eine Runde spazieren zu gehen und dann zu schauen, ob die Taube sich noch immer in dieser Lage befindet. Eventuell machte diese nur ein kleines Päuschen?Lisa kannte ein Taubenpärchen am Stall., jedoch kamen die nie in den Stall hinein. Insofern wollte Lisa abwarten, ob das im Stall befindliche Täubchen von den Elterntieren versorgt werden würde.
Als sie von ihrem Spaziergang zurückkam, saß die kleine Taube zwar noch immer dort, aber es steckte etwas mehr Leben in ihr. Lisa öffnete beide Stalltore, falls das Täubchen eventuell einfach den Weg nicht rausfand. Und da sah Lisa ein Elterntier. Die adulte Taube rief nach ihrem Jungtier. Dieses antwortete auch gleich. Es dauerte nicht mehr lange und das Elterntier fand den Weg in den Stall und das Jungtier flatterte zu ihm. Es war für Lisa sehr schön zu beobachten, wie die beiden sich wieder fanden und das Jungtier vom Elterntier gefüttert wurde. Vermutlich hatte sich das Taubenkind bei den ersten Flugversuchen in den Stall verirrt und war lediglich erschöpft von den Flugversuchen - nachdem dann das Elterntier zu ihm gefunden hatte, es einen kleinen Snack zur Stärkung gab, ging es dann mutig gemeinsam zurück ins angestammte Nestchen.




Sonntag, 28.04.2024
Einsatzbericht 555 und 556 🕊🐦🕊

Es war Sonntag und kurz nacheinander kamen in unserem Notfallchat die Meldungen über eine flugunfähige Türkentaube und eine verletzte Kohlmeise in Korntal.
Teammitglied Sandra war mit ihrer Tochter beim Spielen im Garten und hatte den Notfallchat deshalb nicht im Blick. Nachdem die zweite Meldung in Korntal eingetroffen war, rief Teammitglied Franzi, die das Notfalltelefon betreute, direkt bei Sandra an um zu fragen, ob sie die beiden Vögel in Korntal abholen und zur Weiterversorgung ins Tierheim bringen könne.

Sandras Tochter bekam das Telefonat mit und entschied sofort: „Klar!“ Es war nicht das erste Mal, dass Sandras Tochter auf einem Einsatz dabei war und tatkräftig unterstützte. Sandra erhielt alle erforderlichen Daten und sammelte noch die nötige Ausrüstung zusammen. Erneut klingelte ihr Handy. Diesmal war es Teammitglied Benni - er hatte die gemeldete Taube direkt in seiner Nachbarschaft schon versorgt. Das Täubchen hatte eine Verletzung am linken Flgel und humpelte beim Laufen. Benni teilte Sandra mit, er würde nun die Kohlmeise abholen, so dass Sandra beide nur noch bei ihm einsammeln und ins Tierheim fahren bräuchte. Benni hat kein Auto und Sandra nahm das Angebot gern an.

Wenig später konnte Sandra die beiden Fahrgäste - professionell in Softbox und Handtuchnest untergebracht - in Empfang nehmen. Die junge Kohlmeise hatte Hundekontakt, die Taube wurde vermutlich von einer Katze verletzt. Nachdem Sandra alle wichtigen Infos zu den beiden hatte, schauten Benni und sie gemeinsam den Notfallchat durch, um zu sehen, ob noch was offen wäre und auf dem Weg ins Tierheim Ludwigsburg durch Sandra gleich noch mit erledigt werden können. Bis auf einen Fuchswelpen, der von Stuttgart nach Calw sollte, waren alle Einsätze „abgearbeitet“.

Sandras Tochter übernahm „wie immer“ die Betreuung der Tiere und passte gut auf diese auf, während sich Mama Sandra auf den Verkehr konzentrieren konnte. So kamen beide problemlos in Ludwigsburg an, wo Tierheimleiterin Ursel Gericke die beiden Vögel bereits erwartete. Sie kümmerte sich direkt um die stark unterernährte junge Kohlmeise, während die Taube parallel dazu von einer anderen Mitarbeiterin mit Antibiotika versorgt wurde.

Wieder einmal sind Menschen in ihrer Freizeit und am Wochenende aktiv, um Tieren in Not zu helfen - vielen herzlichen Dank an unsere Teammitglieder und die Mitarbeiter des Tierheims in Ludwigsburg!




Freitag, 26.04.2024
Einsatzbericht 543 🕊🌈🕊🌈🕊

Ein Bericht von Nela Mauermann
Es war Freitagnachmittag und ich betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon, als kurz nach 17:00 Uhr eine Dame aufgeregt anrief. Ihre Katze hätte eine Taube gebracht. Diese läge nun blutend im Blumenkübel, ob jemand vorbeikommen kann. Sie selber sei nicht mobil und könne nicht zum Tierarzt.

Ich bat die Melderin das Tier gut zu sichern, damit die Katze nicht noch mal Gelegenheit bekam und sagte ihr zu, dass ich mich um Hilfe kümmere. Den Einsatz stellte ich in unseren Notfall-Chat. Nachdem jedoch kein Team-Mitglied übernehmen konnte, entschloss ich mich kurzfristig selber zu fahren, zumal der Einsatzort nicht weit von mir entfernt war. Gegen 17.30h kam ich an.

Sogleich wurde ich in den Garten geführt, wo das Täubchen in einem zugedeckten Blumenkübel auf dem Bauch lag. War sie verstorben? Das Köpfchen lag bereits seitlich, die Knopfäuglein waren geschlossen. Als ich näher heranging, sah ich jedoch, das die Ringeltaube noch atmete. Behutsam nahm ich sie in beide Hände und erschrak. Als ich sie kurz durchcheckte um herauszufinden wo sie verletzt war, erkannte ich ein großes, blutendes Loch im Brustkorb… Es stand sehr schlecht um das kleine Lebewesen…

Behutsam setzte ich sie in meine Softbox, in die ich zuvor bereits aus einem Handtuch ein Nest gerollt hatte, damit der Transport für das Täubchen möglichst sicher und schmerzarm erfolgte. Ich hoffte sehr, dass ich sie möglichst schmerzarm darin positionierte.

Die Melderin fragte, was nun weiter passiert und ich sagte, es steht leider nicht gut um das Täubchen und ich fahre sie umgehend ins Tierheim. Vermutlich ist Erlösen in diesem Fall die einzige Hilfe. Die Melderin bedauerte den „Zwischenfall“ und ihr tat das Täubchen leid. Ich verabschiedete mich rasch, um keine weitere Zeit zu verlieren.

Im Auto angekommen, sicherte ich die Softbox und versuchte, das Köpfchen der Kleinen so zu positionieren, dass es gestützt wurde, um die Atmung zu erleichtern, doch es fiel immer wieder zur Seite… So schnell es ging, fuhr ich zum Tierheim nach Ludwigsburg. Immer wieder warf ich einen Seitenblick auf das ganz schwach atmende Tier. Ich hoffte, der Transport würde dem Tier nicht allzu sehr Schmerzen bereiten.

Im Tierheim angekommen, nahm mir Tierheimleiterin Ursel Gericke das Täubchen ab. Als sie die Wunde sah, meinte sie, dass die Kleine gleich über die Regenbogenbrücke fliegen darf..… Ich bedankte mich, dass man trotz Feierabend noch auf mich gewartet hatte und verabschiedete mich. Manchmal besteht die Hilfe im Tierschutz lediglich darin, das letzte Geleit zu geben und damit tagelanges, qualvolle Dahinsiechen zu verhindern…

Guten Flug kleines Täubchen, ich konnte leider nicht mehr für dich tun, als dich erlösen zu lassen - fly free  🌈🕊🌈




Donnerstag, 18.04.2024
Einsatzbericht 504🫶🤩🫶

Am Donnerstag den 18.04.2024 kam gegen 20.30 Uhr über unseren Kooperationspartner - das Tierheim Ludwigsburg - ein Einsatz in unserem Notfallchat rein. In Schwieber-dingen, ein paar Meter vom Zuhause von Teammitglied Jessy, wurden Entenküken ohne Eltern gefunden.

Obwohl sie gerade erst aus Stuttgart zurückgekommen und quasi bettfertig war, gab Jessy Bescheid, den Einsatz zu übernehmen und machte sich auf den Weg. Dort angekommen hatten die Melder gerade einen Karton gebracht um die Enten zu sichern. 1 kleines Küken flitzte noch rum, schnell konnte es durch Jessy gesichert und zu den anderen in den Karton gesetzt werden.

Dabei stellte Jessy fest, dass es keine Entenküken waren - die Schnäbel der Kleinen waren viel zu schmal. Sie waren allerdings sehr fit und sind auch immer wieder am Karton hoch geklettert, um dann zuversuchen, auszubüxen. Dies war schonmal ein gutes Zeichen dass keines der sehr lautstark piepsenden Flauschebällchen verletzt war. Jessy klärte mit der Einsatzzentrale die weitere Vorgehensweise und stellte ein Bild der Kleinen in den Chat. Es waren Gänsesägerküken. Zudem erhielt Jessy die Telefonnummer von der lieben Jeanine von der Wildtierhilfe Pforzheim, um mit ihr weitere Details zu klären. Per Videochat mit Jessy stellte auch Jeanine fest, dass es sich um Gänsesägerküken handelte.

Diese seien nicht so einfach zum Aufziehen meinte Jeanine und so wurde zunächst mit den Meldern vereinbart, dass sie die Küken über Nacht warm halten und morgen mal das Gewässer der Glems, die in der Nähe war, absuchen sollten, um ggfls. eine Rückführung zu den Eltern zu versuchen. Jeanine gab den Meldern noch fachkundige Anweisungen für die Nacht.  Jessy war sehr froh, dass sich so schnell eine Lösung für heute Nacht gefunden hatte,den sie musste am nächsten Tag ja wieder arbeiten. Jessy tauschte noch die Nummern mit der Melderin aus und gab dieser auch nach Absprache die Kontaktdaten von Janine.

Am nächsten Tag rief sie kurz vor Mittag bei der Melderin an um zu fragen, ob sie die Eltern gefunden hätten - leider verlief die morgendliche Suche ergebnislos. Die Melderin musste später auf Arbeit und bat darum, dass die Kleinen davor abgeholt werden. Jessy musste bis 14h selber arbeiten, bot allerdings an, die Kükenschar danach zu holen und zu Sandy zur Wildtierhilfe nach Calw zu fahren. Trotzdem fragte sie in unserem Helferchat, ob evtl. jemand früher Zeit hätte. Jessy hat noch nicht solange den Führerschein und dann gleich so eine lange Fahrt bei Regen. Sie hatte etwas Respekt und klein wenig „Bammel“ davor. Teammitglied Caro ermutigte Jessy in einem direkten Gespräch und Jessy sagte dann tapfer zu.

Teammitglied Sandra hatte dienst- und kindfrei und lediglich Hausarbeit vor - da kam ihr der Einsatz gerade recht. Ein Stein fiel Jessy vom Herzen, dass die Kleinen nun ganz schnell in erfahrene Hände kommen. Sandra machte sich unverzüglich auf den Weg, um die Rasselbande abzuholen.

Teammitglied Jessy hatte Sandra schon „vorgewarnt“, dass die Kleinen sehr ausbruchsfreudig seien, also blieb Sandra beim Anblick des ausbruchsicheren Gebildes aus hohem Karton mit Wäschekorb abgedeckt auf dem Tisch gelassen. Tatsächlich hatte eines der Küken den Karton auch bereits überwunden und machte sich auf die Suche nach einem Schlupfloch durch den Wäschekorb. Ein wirklich putziger Anblick… Eine stabile Transportbox mit ausreichend Platz für die insgesamt 10 Kleinen hatte Sandra dabei und so machten sie und die Melderin sich daran, die Küken umzusetzen. Mit allen 10 an Bord verabschiedete sich Sandra von der Melderin, um die Kükenschar zu Sandy zur Wildtierhilfe Calw zu bringen, wo die Kleinen ein fachgerechtes Frühstück erwartete.

1,5 Stunden sollte die Fahrt aufgrund der Verkehrslage dauern und so süß die Bande auch war, das lautstarke Gepiepse der 10 aufgeweckten Babys war eine nervliche Zerreissprobe für Sandra. Damit die Küken nicht auskühlen, hatte sie die Heizung aufgedreht, was zu einer weiteren kleinen Verzögerung führte: Das Handy hing im Handyhalter zur Navigation an der Lüftung und hat sich aufgrund der Hitze abgeschaltet. Bis Sandra dies bemerkte, war sie schon etwas vom Kurs abgekommen. Also nochmal neu gestartet und auf einen etwas kühleren Platz fürs Navi geachtet, ging die Reise weiter. Nach knapp 2 Stunden hatte die Kükenschar dank Sandra das Ziel - Sandy von der  Wildtierhilfe Kreis Calw e.V. dann schließlich erreicht und die 10 konnten sich im vorgewärmten Inkubator von der Fahrt erholen und bekamen auch bald darauf ihr Futter.

Für Sandra ging es diesmal auf direktem Weg zurück zur Hausarbeit. Ganz herzlichen Dank an die Melder, an Jessy, Sandra, alle Teammitglieder die im Hintergrund koordiniert haben, an Jeanine von der Wildtierhilfe Pforzheim und Sandy von der Wildtierhilfe Kreis Calw e.V.!




Donnerstag, 18.04.2024
Einsatzbericht 502 🖤🌈

Fast vor genau einem Jahr, am 19.04. 2023 hatte Teammitglied Franzi einen Einsatz mit einem Reiher.

Und heute war sie gerade im Einsatz mit Freund Marco, um einem kleinen Igel zu helfen, als auf dem Notfalltelefon, welches Franzi auch wieder betreute, gegen 19.40h die Polizei anrief und die Meldung über einen verletzten Reiher in Markgröningen absetzte.

Franzi und Marco waren noch mit dem Igelchen auf dem Weg ins Tierheim unterwegs (siehe unser gestriger Bericht) und entschieden, auch dem Reiher an diesem Abend noch schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen.
Ein Pärchen hat beim Ausreiten einen verletzten Reiher am Wegesrand entdeckt und sie wüssten jetzt nicht genau, was zu tun sei. Franzi bat den Herrn von der Polizei, ihr die Telefonnummer der Melder zu geben und rief dann selbst bei dem jungen Paar an.

Dieses war sehr hilfsbereit und entschieden, dass einer von ihnen bei dem verletzten Reiher bleibt und der andere die Pferde zurück in den Stall bringt, so dass der Reiher in seinem sehr angeschlagenen Zustand nicht doch noch irgendwie flüchtet, während Franzi und Marco auf Anfahrt befanden.

Vor Ort angekommen erkannte Franzi gleich, dass der Reiher dringend tierärztlich versorgt werden muss und nach Rücksprache mit unserer Einsatzzentrale und dem tierheim fuhren sie und Marco mit dem hilflosen Wesen zur Tierklinik nach Ossweil. Franzi hoffte, dass der Reiher nicht allzusehr verletzt war und man ihn hoffentlich nach erfolgter Behandlung zur Wildtierpflegestelle nach Aalen zu Karin Rentschler fahren könne. Dies hätten Franzi und Marco sehr gern gemacht, doch der Tierarzt erklärte den beiden, dass die Wunde des Reihers leider schon älter und der Knochen komplett gesplittert sei, zudem sei der Vogel bereits sehr arg geschwächt und Hilfe bestünde hier lediglich darin, ihn schmerzfrei über die Regenbogenbrücke fliegen zu lassen….

So ging dieser Einsatz für Franzi und Marco traurig zu Ende. Franzi empfindet es auch nach vielen bereits erlebten Einsätzen mit diesem Ende immer sehr schlimm, wenn die Tiere ihr noch gefühlt intensiv in die Augen schauen und sie weiss, dass man die jetzt gehen lassen muss. Sie tröstet sich dann mit den Gedanken, dass das Lebewesen wenigstens nicht lange elendig und oft qualvoll sterben muss….

Guten letzten Flug Du Hübscher! 🖤🌈




Donnerstag, 18.04.2024
Einsatzbericht 501🦔🦔🦔

Es war Donnerstag, kurz nach 19h.
Teammitglied Franzi betreute das Notfalltelefon und war gemeinsam mit ihrem Freund Marco gerade mit dem Abendessen fertig, als eine Dame anrief, die beim Gassigehen mit ihrem Hund einen verletzten Igel in Ludwigsburg/Hoheneck gefunden hatte. Dieser sah nicht gut aus und sei verletzt.

Franzi bat die Dame, die Verletzung zu beschreiben und es stellte sich heraus, dass der Stachelpopo wohl am Kopf bluten würde. Franzi bat die Dame, den kleinen Kerl auf jeden Fall zu sichern - die Melderin meinte, sie habe leider gar nichts dabei, aber zur Not tue es auch ihr Schal oder ihre Jacke, wenn es dem armen Igel helfen würde….

Franzi bedankte sich und meinte, sie würde nun in unserem Team nachfragen, wer das Igelchen holen kann, da die Melderin leider nicht mobil war. Da von den Ludwigsburgern in der Nähe niemand zu diesem Zeitpunkt fahren konnte, übernahmen Franzi und ihr Freund den Einsatz selber. Nur 30 Minuten später wurde der sichtlich erschöpfte Igel im Tierheim Ludwigsburg abgegeben, wo sich sogleich fürsorglich um den Stachelpopo gekümmert wurde. Danke an alle Beteiligten für den Einsatz, der dem Igelchen das Leben gerettet hat!

Für Franzi und Marco ging es jedoch gleich zum nächsten Einsatz: ein Reiher in Not wurde in Markgröningen gemeldet - dazu lest ihr den Bericht 502.




Sonntag, 14.04.2024
Einsatzbericht 469 🕊🌈🕊

Teammitglied Franzi und ihr Freund Marco wollten gerade nach Metterzimmern zur Familie ihres Freundes fahren, als Franzi in unserem Notfallchat die Meldung las, dass in Bissingen eine verletzte Taube liege. Umgehend haben die 2 umdisponiert. Sie gaben bei ihrer Familie Bescheid, dass es später wird und übernahmen den Einsatz.

Die Melderin war mit ihrem Kind auf dem Spielplatz in Bissingen unterwegs und fand die Taube, die Hilfe brauchte - so rief sie uns Tier-Engel an. Am Einsatzort angekommen, war die Melderin immer noch vor Ort und führte Franzi und Marco zur Taube. Franzi erkannte sofort, dass hier nicht mehr viel zu machen war.

Sie hob die Taube so vorsichtig wie sie konnte hoch und versuchte, ohne dass sie das arme Geschöpf noch irgendwie groß belastete oder Schmerzen zufügte, die Lage einzuschätzen:
Es war relativ schnell klar, dass der Taube nicht mehr geholfen werden konnte - lediglich das weitere Dahin-siechen durch Erlösen konnte als Hilfe getan werden….. Um die Taube sind schon die Fliegen herumgeschwirrt. Sie hatte eine große Wunde am Hals. Der Schnabel war mit trockenem Blut voll und am einen Flügel sah es so aus, als würden da auch schon Teile fehlen und der Knochen stand heraus.

Franzi und Marco wollten das Täubchen so schnell es ging von weiterem Leiden erlösen lassen und schauten, wer heute Notdienst hatte. Der war in Korntal-Münchingen, so dass die Tierklinik Ossweil auf jeden Fall näher lag. Unverzüglich fuhren die 2 dorthin. Bei jedem Ruck in der Straße fühlte Franzi quasi den Schmerz und das Leid des Lebewesens auf ihrem Schoß mit…. Gott sei dank war zum Sonntag wenig Verkehr und beide kamen rasch in der Tierklinik an.

Dort war eine super nette Arzthelferin, die Franzi das Täubchen direkt abnahm und nach einem kurzem Blick auf das Wesen auch meinte, hier könne man leider wirklich nichts anderes machen, als das Leiden unverzüglich zu beenden. Sie verbschiedete sich von Franzi und das Täubchen begann kurz darauf seinen letzten Flug…🌈🕊🌈

Auch wenn es ein trauriger Einsatz war, so war es dann doch für Franzi eine Erleichterung, dass die Taube durch ihr Handeln und die aufmerksame Melderin nicht allein elendig am Wegesrand dahinsiechen und sich bei lebendigem Leibe von den Fliegen auffressen lassen musste - so geht es vermutlich trotzdem noch viel zu vielen Tieren, weil Menschen einfach wegschauen…. „Ist ja nur eine Taube….“

Dass es ein Lebewesen ist, welches ebenfalls wie ein Mensch Schmerzen empfindet, vergessen leider viele…. Danke an dieser Stelle such an die Tierklinik Ludwigsburg für die rasche Hilfe - besonders am Sonntag!




Donnerstag, 11.04.2024
Doppel-Einsatzbericht 441&442🦔🕊🦔🕊🦔

Als gegen 16.45h auf dem Notfalltelefon die Meldungen einer kleinen flugunfähigen Taube in BIetigheim und eines verletzten Igels in Asperg eingingen, hatten Teammitglied Franzi und ihr Freund Marco für den Abend geplant, für ihre Wohnung noch ein Regal aufzubauen und eine Lampe aufzuhängen, um danach gemütlich noch den Wocheneinkauf zu erledigen. Als Franzi allerdings die beiden Einsätze in unserem Notfall-Chat las, haben sie und ihr Freund kurzerhand umdisponiert. Beide sind mehr al tierlieb und entschieden, dass Regal und Lampe nunmehr noch warten müssten. Einkaufen geht auch noch spöter - zuerst sind die hilfebedürftigen Tiere dran!

Kaum besprochen, sind beide aufgebrochen. Zuerst sind sie zu der Ringeltaube nach Bietigheim gefahren. Wie bereits auf dem Bild erkennbar handelte es sich um ein JJungtier - dieses war allerdings extrem mager und benötigte definitiv Hilfe.

Der Igel wurde in Asperg verletzt aufgefunden und zunächst fußläufig durch die Melder zu Teammitglied Estelle gebracht. Diese stellte fest, dass der kleine Kerl sehr mager war und auch nur 3 Beinchen hatte. Sie kümmerte sich sogleich um die Erstversorgung, ehe Franzi und Marco den Stachelpopo später bei ihr abholten.

Mit Igel und Taube an Bord sind Franzi und Marco ins Tierheim nach Ludwigsburg gefahren, wo beide Tiere umgehend fachmännisch versorgt wurden.

Estelle hatte angeboten, den kleinen Stachelpopo nach Genesung zu sich in den Garten zu nehmen - doch leider war die Wunde am fehlenden Beinchen zu heftig infiziert und die Infektion hatte sich bereits zu sehr ausgebreitet… Der Kleine hat es leider nicht geschafft…..🌈🖤




Montag, 08.04.2024
Einsatzbericht 411 💚💚💚

Es war gegen 14h am Montag, Teammitglied Sandra K. war noch bei der Arbeit, als der Einsatz im Notfallchat stand: „Babyvogel in Gerlingen gefunden, leichte Verletzung am Rücken“.

Sandra gab im Team Rückmeldung, den Einsatz gleich nach ihrem kurze Zeit später anstehenden Dienstschluss zu übernehmen. Da sich ihre Arbeitsstelle beim Einsatzort befand war Sandra in kürzester Zeit da. Die Melder hatten das Amseljunge bereits gesichert und nach telefonischer Anweisung warm und auf den Bauch gelegt.

Eine erste „Inspektion“ nach Eintreffen bei den Meldern seitens Sandra zeigte eine kleine Hautabschürfung am Rücken und einen Bluterguss am Bauch. Das Baby wurde vorsichtig in ein Handtuchnest umgebettet und musste zur weiteren Versorgung ins Tierheim Ludwigsburg.

Da uns in Ludwigsburg auch noch eine Taube gemeldet war, die schlecht Laufen könne und bei Annäherung nicht wegfliegen würde, gab Sandra in der Einsatzzentrale Bescheid, die Taube auch gleich noch mitzunehmen. Teammitglied Benni, der zu dieser Zeit das Notfalltelefon betreute, gab den Meldern der Taube Bescheid, dass Sandra bis in ca. 20 Minuten bei ihnen eintreffen würde. Das Baby-Amselchen wurde ordentlich im Auto gesichert, dann ging es schnell weiter zum Einsatz zur Taube, der auf dem Weg zum Tierheim lag.

Noch auf der Fahrt allerdings bekam Sandra durch Benni die Information, dass die Melder der Taube nochmals angerufen hatten - die Taube sei inzwischen nicht mehr auffindbar. Insofern fuhr Sandra direkt in Richtung Tierheim, wo Marion -Teammitglied und 1. Vorstand unseres Vereins - gerade arbeitete und die Babyamsel zur weiteren Versorgung übernahm.

Glücklich, das Baby nun in kompetenten Händen zu wissen, fuhr Sandra heim.




Sonntag, 07.04.2024
Einsatzbericht 402 🌈🖤

Am Sonntag Nachmittag hat eine Tierfreundin einen flugunfähigen Buntspecht in ihrem Garten in Ludwigsburg-Eglosheim gesichert und umgehend uns Tier-Engel um Unterstützung gebeten.

Mit ein paar Minuten Verspätung hat unser Team-Mitglied Mely die Einsatznachricht gelesen und sich für diesen Einsatz gemeldet. Vor Ort eingetroffen, kam die Melderin ihr schon entgegen. Der Buntspecht saß brav in der Box, in dem die Melderin ihn bereits gesichert hatte und unternahm auch beim Öffnen des Deckels keinen Fluchtversuch. So konnte der Specht recht problemlos umgesetzt werden. Handschuhe waren dennoch von Nöten, da der Schnabel wehrhaft zum Einsatz kam.

Nach erfolgreichem Umsetzen unterhielt sich Mely noch etwas mit der Melderin, um die weiteren Umstände des Auffindens des Buntspechts zu erfahren. So erfuhr sie, dass es ein Buntspecht-Päarchen ist, welches dort im Gebiet wohnt und dieser kleine Geselle deshalb gern wieder in den Garten zurück darf, sobald es ihm wieder gut geht.

Mely machte sich mit dem sehr ruhigen Beifahrer auf zum Tierheim Ludwigsburg. Erst nach der letzten Kurve machte der hübsche Kerl sich - mit dem für seine Art so typischen Hämmern - auf sich aufmerksam. Im Tierheim ange-kommen wurde die Erstdiagnose gestellt, dass er sehr dünn und ein Flügel unbeweglich sei. Entweder ist der Flügel ausgekugelt oder gebrochen. Sicher könne man dies zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Der klopfende Geselle bekam eine Unterkunft für die Nacht und wurde am folgenden Montag der Tierärztin vorgestellt.

Mely bat unser Team-Mitglied Gabi, die an diesem Nachmittag unser Notfalltelefon betreute, der Melderin ein kurzes Update mit der Erstdiagnose zu geben. Hoffen doch beide Seiten - die Melderin und wir - dass der Buntspecht wieder gesund wird und zurück zu seinem /ihrem Partner in diesen wunderschönen, tierfreundlichen Garten darf.

Leider war die einzige Hilfe, den kleinen Kerl zu erlösen - zu schwer war die Flügelverletzung. Fly free 🌈🖤

Lieben Dank an alle Beteiligten - den Meldern, Gabi am Notfalltelefon, Mely und dem Tierheim Ludwigsburg  - durch diese tollen Menschen wurde ein langes Leiden vermieden....




Samstag, 06.04.2024
Einsatzbericht 399 🐾 🌈🖤


Wenn die Welt in Sekunden still steht….. und Teammitglied Vera Stunden damit verbringt, eine Fellnase nach Hause zu geleiten….

Uns erreichte am Samstagabend kurz vor Mitternacht durch das Polizeirevier Marbach auf dem Notfalltelefon die Meldung, dass in Steinheim-Höpfigheim eine Katze durch einen Hund verletzt wurde. Die Katze verstarb noch im Beisein der Polizei. Es wurde vereinbart, dass die Polizisten das verstorbene Tier mit auf das Revier nehmen und von uns dann - ggf. am Folgetag - jemand kommen würde, um nach einem Chip usw. zu schauen. Teammitglied Vera war noch wach und entschloss sich, gleich auf das Revier zu fahren.

Vera hat selber vier Fellnasen und sie hätte vermutlich  sowieso die ganze Nacht an die tote Samtpfote bzw. deren Besitzer gedacht. Diese würden sie möglicherweise am Morgen schmerzlich vermissen und verzweifelt suchen - auch Vera hatte diese Momente bereits erlebt und war über jede Minute Ungewissheit weniger damals dankbar… Deshalb gab sie in unserem Notfall-Chat Bescheid, dass sie den Einsatz sofort übernimmt und fuhr dann auch gleich los. Auf dem Revier übergab der freundliche Polizist die verstorbene Fellnase an Vera und informierte sie darüber, dass der Besitzer, sollten wir diesen ermitteln können, sich bitte melden solle, da eine Anzeige gegen der Hundehalter, der für den Tod der Katze haften müsse, gestellt werden könne.

Als Vera zu Hause ankam, schaute sie sich das verstorbene Fellnäschen genauer an. SIe untersuchte es auf Geschlecht, Chip, Tätowierung usw..Es handelte sich um einen hübschen älteren, grau-weißen, kastrierten Kater. Zwar ohne Chip, aber mit sehr gut leserlichen und scharf gestochenen Tätowierungen in beiden Ohren. Mit dieser Buchstaben-Zahlen-Kombination rief Vera sofort bei TASSO an. Und ja, das Tier war registriert. Vera freute sich! Leider zu früh denn waren nur Name und Adresse hinterlegt. Keine Telefonnummer. Da es aber eine Datenfreigabe gab, erhielt sie die Halterdaten. Ebenfalls erfuhr Vera, dass der Kater „Skippy“ hieß und ca. 17 Jahre alt war.

Da es mittlerweile nach 01.00 Uhr in der Nacht war, musste Vera nun alle weiteren Maßnahmen auf morgen verschieben. Am Sonntagmorgen startete sie direkt mit weiteren Recherchen zum Halter in den Tag. Vera schaute, ob sie ggf. doch eine Telefonnummer herausfinden würde. Allerdings fand sie nur Telefonnummern der direkten Nachbarn und erlaubte sich, dort einfach anzurufen. Vera erreichte auch sofort eine nette Dame, die ihr mitteilte, dass sie die Familie von früher kenne, diese aber bereits vor ein paar Jahren umgezogen sei. Oh je, dachte sich Vera – das wird komplizierter als erwartet.

Vera blieb nun nichts anderes übrig, als an die ihr nun bekannte Adresse zu fahren und von dort aus zu versuchen, Schritt für Schritt, irgendwie durch Herumfragen an die neue Adresse der Besitzer von Skippy heranzukommen. Als Vera an dem Wohnhaus ankam, wurde ihr durch einen Blick auf die Türklingeln bestätigt, dass die Halter dort nicht (mehr) wohnen. Was nun?

Vera betätigte nun einfach einmal die untersten beiden Klingeln. Leider öffnete niemand. Just in diesem Moment kam ein Herr mit seinem Fahrrad aus der Garage, der sie verwundert anschaute. Vera schilderte ihm ihr Anliegen. Auch er berichtete, dass die gesuchten Personen hier nicht mehr wohnen würden. Aber dafür deren Verwandtschaft, diese nur einen anderen Nachnamen hätten. Gemeinsam klingelten sie nun dort und Vera hoffte inständig, dass jemand daheim sein würde. Und ja. Die Türe öffnete sich und ein junger Mann schaute sie fragend an.

Der Nachbar mit dem Fahrrad hatte sich direkt nach dem Klingeln verabschiedet und so berichtete Vera nun dem jungen Mann, was passiert war und wen sie suchen würde. Der junge Mann war der Bruder der Besitzerin von Skippy und kannte diesen selbst auch seit 17 Jahren, also von kleinauf. Er war sichtlich betroffen und Vera sah ihm an, dass er mit den Tränen kämpfte. Er erzählte ihr auch direkt, dass Skippy seit dem Umzug seiner Schwester hier am Haus geblieben sei und er ihn seither füttern würde und sich um ihn gekümmert habe, da Skippy das neue Wohnhaus in der selben Ortschaft, nur einige Straßen weiter, nie als neues Revier akzeptiert habe und immer an seinen Ursprungswohnort zurück kam.

Nun erhielt Vera auch die Telefonnummer von Skippys Besitzerin und rief sie direkt an. Sie schilderte ihr kurz um was es ging und es wurde vereinbart, dass Vera Skippy nun nach Hause bringt. Darüber war Skippys Besitzerin sehr dankbar. Vera trat nun mit Skippy endlich die letzte Fahrt an – zu seiner Familie, bei denen er bereits vor 17 Jahren als Baby eingezogen war.

Die Dame stand bei Veras Ankunft bereits vor dem Haus, um Skippy dankbar in Empfang zu nehmen. Während sie Skippy in ihren Armen hielt, wollte sie natürlich genau wissen was passiert war. Vera berichtete ihr von der tödlichen Hundeattacke und dem Polizeieinsatz und wie Skippy dann über unseren Verein zu ihr kam.

Vera bat Skippys Besitzerin, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen, um Anzeige gegen den Hundehalter zu erstatten. Und ebenso wichtig erschien Vera der Hinweis auf die fehlende Aktualisierung der Kontaktdaten bei TASSO. Vera war sehr glücklich, dass sie trotz der erschwerenden Umstände wieder ein Tier nach Hause bringen und die Besitzer Abschied nehmen konnten.

Wir als Verein sind sehr glücklich, solch engagierte ehrenamtliche Teammitglieder zu haben! Ohne Veras grandiosem Einsatz und Recherche vor Ort hätte Skippy wohl nicht zu seiner Familie zurückgefunden… Vielen lieben Dank auch an die Polizei Marbach, die uns gerufen hat und so die Rückführung erst möglich machte.

🙏 BITTE BITTE BITTE 🙏:
Lasst euer Tier chippen (tätowieren-wobei manche Tattoos im Laufe der Zeit verblassen und schlecht zu lesen sind). Und ganz wichtig: registriert es!!! Denkt bitte unbedingt daran, bei jedem Umzug oder Telefonnummernwechsel, diese Daten bei TASSO zu aktualisieren. Nicht für uns, sondern vor allem für euer geliebtes Fellnäschen solltet ihr das unbedingt bedenken und tun. Kein Tier möchte anonym oder mit Fremden ins Regenbogenland reisen.

🖤🌈 Gute Reise dorthin🖤Ruhe in Frieden Skippy🖤🌈Deinen Besitzern wünschen wir viel Kraft, den schmerzlichen Verlust zu bewältigen 🖤




Freitag, 05.04.2024
Einsatzbericht 383 🐾🐈🐾🐈

Teammitglied Vera war gerade auf dem Heimweg von der Arbeit, als in unserem Notfall-Chat die Meldung einging, dass in Remseck-Hochberg am Tennisclub eine rote Perserkatze in schlechtem Zustand gefunden wurde und die Melderin um unsere Hilfe bittet. Die Katze wurde bereits mehrere Tage schon dort beobachtet.
Da dies für Teammitglied Vera zwar einen kleinen Umweg bedeutete, aber problemlos zu erreichen war, übernahm sie den Einsatz natürlich.

Am Einsatzort angekommen, fand Vera die Melderin mit der Katze im Gebäude. Die beiden hatten sich schon etwas angefreundet, was eventuell auch am Fleischkäse lag, den die Melderin dabei hatte. Die Katze war sichtlich ausgehungert und war sehr dankbar darüber.

Als Vera bei der Fellnase nach einem Chip schauen wollte, fand die Samtpfote das nicht so lustig und es bedurfte einiger Herumrobberei seitens Vera auf dem Boden und geduldigem Anlocken der Katze mit Leckerlis, die Vera ebenfalls dabei hatte. Schnell war klar, die Katze ist nicht gechipt, jedoch tätowiert. Leider war das Tattoo sehr unleserlich, so dass Vera nicht direkt über TASSO nach einem Besitzer suchen konnte. Später wurden durch geduldiges Kombinieren verschiedener Buchstaben- und Zahlenkombinationen die Daten des Halters herausgefunden - allerdings durch TASSO nicht erreicht.

Zudem war die Samtpfote extrem mager, das Fell in ungepflegtem Zustand und Vera und die Melderin entdeckten etliche Zecken und Flöhe an dem roten Fellknäuel. War die Fellnase irgendwo entlaufen und schlug sich bereits länger alleine durch? Insofern entschied sich Vera, die Katze in ihrer mitgebrachten Transportbox ins Tierheim nach Ludwigsburg zu bringen, damit sich erstmal intensiv um sie gekümmert werden konnte. Es lag im Tierheim auch keine Vermisstenmeldung vor.

Ebenfalls erstellte Teammitglied Nela eine Fundmeldung auf Facebook in der Hoffnung, dass sich bald jemand melden würde, der sein Tier vermisst. Tatsächlich meldete sich jemand, der das Tier kannte und auch den Besitzer - und wir sowie das Tierheim wurden ziemlich beschimpft, dass wir Tiere einfach so wegfangen würden…. uns wurden noch andere Dinge unterstellt und wir sind entsetzt! Ein Tier, welches so voll Parasiten ist, lässt zwei Schlüsse zu:
⁃ entweder gehört es keinem oder
⁃ es wird sich nicht ausreichend gekümmert….

Hinzu kam, dass der Besitzer sich mehrere Tage Zeit ließ, um die Fellnasen aus dem Tierheim abzuholen…

Ein Tier in solch einem Zustand sich selber zu überlassen widerspricht unseren ethischen Anforderungen an den Tierschutz. Uns ist bewusst, dass ein Tierheimaufenthalt immer die letzte Möglichkeit an Hilfe darstellt - diese jedoch immer noch besser ist, als ein sichtbar krankes und abgemagertes Tier seinem Schicksal zu überlassen. Wir werden in einem ähnlichen Falle wieder so handeln weil das Tierwohl für uns an oberster Stelle steht.




Mittwoch, 03.04.2024
Einsatzbericht 378 🐾🐈 🐾🐈

11 Monate verschwunden - Samtpfötchen Carina kommt nach Hause…..

Es war Mittwoch und Teammitglied Edelgard hatte einen Physiotermin in Besigheim, als sie in unserem Notfallchat die Meldung las, ob sich jemand in Hessigheim einer Katze im schlechtem Zustand annehmen könnte. Die Fellnase wird schon über längere Zeit in einem Hof vom dortigen Bewohner gefüttert.

Edelgard dachte sich, da es die nächste Ortschaft ist und nicht weit, könnte sie nach ihrem Termin mal schauen gehen. Also fuhr sie in die angegebene Straße - allerdings gab es keine Hausnummer. Unser Team-Mitglied Franzi konnte Edelgard die Hausnummer mitteilen.

Nun konnte sich Edelgard ein Bild machen. Da wir von der Melderin, die ganz woanders wohnt und nur zum Füttern kommt, wussten, daß die Katze täglich um 17 Uhr zum Fressen erscheint, beschloss Edelgard, um diese Zeit wieder zukommen. Sie schrieb dies so in unseren Einsatzchat und Teammitglied und unser 2. Vorstand Caro erklärte sich bereit, Edelgard zu unterstützen, was diese dankbar annahm.

Ausgerüstet mit Box, Kescher und Katzenfutter haben sich die 2 Frauen vor Ort kurz nach 16.30 Uhr getroffen. Es war ein Hinterhof eines alten Hauses in Hessigheim mit einem Durchgang zwischen den alten Häusern. In diesem schmalen Gang entdeckte Caro Katzenpfötchenabdrücke. Und Näpfe mit Fischresten. Bei Caro, die schon Erfahrungen in Katzen sichern hat, konnte Edelgard, welche sich zumeist um unser Notfalltelefon kümmert, die Vorbereitung für das Einfangen der Fellnase verfolgen. Caro präperierte die Box mit Schnur und Futter. So standen beide nun im Regen im Hof und warteten auf die Mieze in der Hoffnung, der Hunger leite sie direkt in die Box, wo das Futter stand.

Und tatsächlich - plötzlich tauchte eine Katze vom Geruch des Futters angelockt auf, doch leider war es die falsche und so wurde sie freundlich „weggeschickt“. Es war auch noch nicht 17 Uhr. Doch dann tatsächlich: pünktlich 17h kam die stark abgemagerte Fellnase in den Hof gelaufen. Zuerst verkroch sie sich unter ein Auto, welches im Hof stand. Caro hat darauf hin Leckerlis auf den Weg zur Box geworfen, in der Hoffnung, die Mieze läuft direkt dahin. Weit gefehlt, sie ließ sich Zeit, viiiiiiel Zeit.

Zwischenzeitlich ließ sie sich auf einem Holzstapel nieder und Caro konnte in Augenhöhe mit ihr sanft und leise „kommunizieren“ und weiter Leckerli anbieten. Immerhin schaffte Caro es, die Mieze bis zum Boxeneingang zu lotsen. Edelgard stand derweil ca 7 Meter weiter weg am Scheunentor, mit der Schnur in der Hand, um im richtigen Moment die Türe der Box zuzuziehen. Caro war ca. 1m von der Samtpfote entfernt - diese holte sich immer wieder Futter aus der Box. Zentimeterweise arbeitete sich Caro vor…als die Katze fast in der Box war, um das ungefähr siebte Mal Futter herauszuholen und nur noch das Hinterteil zu sehen war, klappte Caro die Türe zu.

Ein paar Kratzer von der wütenden „Gefangenen“ bekam Caro gratis, aber der Erfolg, der sich nach genau einer Stunde eingestellt hatte, ließ den Schmerz rasch vergessen. Anschließend fuhr Caro die Fellnase ins Tierheim Ludwigsburg.

Dort gab es nach dem Chipauslesen eine riesige Überraschung: Die Katzendame hieß Carina und wurde seit dem 12.5.2023 in Hessigheim vermisst. Die Besitzer wurden erreicht, waren zum Zeitpunkt des Auffindens jedoch im Urlaub. Crina wurde solange im Tierheim aufgepäppelt und später den Besitzern übergeben, als diese aus dem Urlaub zurück waren.

Wir wünschen nach diesem langen Getrenntsein der Familie und Carina alles alles Liebe und sagen Danke an die Melderin und unsere beiden Teammitglieder Caro und Edelgard, die das Happy End möglich gemacht haben. Vielen lieben Dank auch an das Tierheim Ludwigsburg, welche Carina umgehend medizinisch und mit viel Liebe versorgt hat.




Montag, 25.03.2024
Einsatzbericht 330🐿️🐿️🐿️

Es war Montag abend gegen 19.45h, als eine Dame aus Asperg auf dem Notfalltelefon anrief. Teammitglied Anna betreute das Telefon und nahm die Meldung entgegen. Die Dame hatte 4 Eichhörnchenbabys auf dem Boden gefunden, teilweise verletzt. Da sie ohne Kobel auf dem Boden lagen, wurde vermutet, dass Krähen die Kleinen aus dem Nest gezogen hatten. Anna bat die Dame, die Kleinen erst einmal in einem Karton zu sichern und diesen warm zu halten.

Teammitglied Estelle liebt Hörnchen über alles und da sie in Asperg wohnt, übernahm sie den Einsatz umgehend. Bei der Melderin angekommen, schaute sich Estelle die Babys an. Alle waren unterkühlt, bei einem konnte man sehen, dass es vermutlich von einer Katze gebissen wurde. Eine tiefe Wunde in der Brust war sichtbar - dieses Hörnchen benötigte auf jeden Fall Hilfe. Estelle legte die Kleinen in einen Kuschelbeutel, ähnlich einem Kobel und lief mit der Melderin zum Fundort. Die Hörnchen-Mama saß auf dem Baum und hat nach ihren Babys gerufen. Leider waren noch 2 Katzen vor Ort und es war klar, dass eine Rückführung hier den sicheren Tod der Babys bedeutet hätte.

Estelle telefonierte mit Melly von der Eichhörnchenhilfe und es wurde beschlossen, dass die Hörnchen zu einer Pflegestelle nach Erligheim kommen sollen. Estelle konnte aufgrund eines Termines nicht die ganze Strecke fahren und fragte in unserem Team, wer die Hörnchen ab Bietigheim übernehmen könnte.

Teammitglied Gaby war sofort bereit, übernahm die Kleinen und brachte sie zu ihrer Namensvetterin Gaby nach Erligheim, die kompetente Eichhörnchenpflegestelle ist. Leider ist das Kleine mit der Verletzung verstorben - die anderen drei jedoch haben es geschafft und dürfen, sobald sie groß genug sind, in Freiheit!

Ganz lieben Dank an die Eichhörnchenhilfe für die immer wieder tolle Zusammenarbeit!




Donnerstag, 21.03.2024
Einsatzbericht 306🦔🦔🦔

Am Donnerstag war Teammitglied Estelle auf dem Weg zu ihrer AG, als ihre Freundin anrief. Diese hatte beim Gassigehen in Möglingen einen schwachen Igel gefunden, der wohl auch verletzt war.

Da Estelle ihren Zeitplan nicht ändern konnte, bat sie ihre Freundin, den Stachelpopo zu sichern und direkt zu Estelle nach Hause zu fahren. Estelle rief ihren Mann an, der daheim war und bat ihn, einen großen Karton vor die Tür zu stellen sowie Wasser und eine kleine Kuschelhöhle hineinzutun.

In der Pause fuhr Estelle rasch heim - gerade noch rechtzeitig… Sie sah, wie der kleine Igel die Treppe herunterwackelte - er hatte es tatsächlich geschafft, den Karton zu verlasssen… Nochmal gutgegangen! Estelle erkannte ein verklebtes Auge, sah einen Hungerknick und ihr fiel auf, dass der Igel sehr sehr dünn war.

Sie nahm den Stachelmann und setzte ihn in eine größere Box, wo er sogleich Futter angeboten bekam. Vorsichtig prüfte Estelle die sichtliche Verletzung - es sah aus, als ob der Igel gebissen worden wäre, aber sicher konnte Estelle dies nicht bestimmen. Der kleine Igel musste auf jeden Fall tierärztlich untersucht und versorgt werden. Also ab ins Tierheim Ludwigsburg, welches sich nach Rücksprache und trotz Igel-Überfüllung bereit erklärte, den kleinen Kerl zu begutachten.

Leider reichte Estelles Zeit für die Fahrt nicht - sie musste zurück zu ihrer AG, welche sie leitete… Sie erstellte eine Fallmeldung in unserer Teamgruppe und ein anderes Teammitglied erklärte sich bereit, den Igel abzuholen und die Transportfahrt ins Tierheim zu übernehmen.
Dort angekommen, wurde sich sogleich fürsorglich um den Stachelpopo gekümmert - er wird nun gepäppelt, ehe er zurück zum Fundort darf! Danke an alle Beteiligten für den Einsatz, der dem Igelchen das Leben gerettet hat!




Mittwoch, 20.03.2024
Einsatzbericht 306🌈🖤🦌

Ein berührender Bericht von Dagmar D.

An diesem Mittwoch-Abend war ich nach einem längeren Einsatz mit Teamkollege Benni an einem Projekt in Leonberg auf dem Weg nach Hause. Schon mehrere Wochen lang kümmern wir uns um dortige „Streunerle“ fangen sie ein, um sie kastrieren zu lassen und anschließend wieder in die Freiheit zu setzen. Gegen 21:30h brachen wir die Aktion ab und machten uns auf den Weg nach Hause.

Wie so oft nahm ich die L1180. Eine Landstraße über Felder und durch den Wald. Auf dieser Strecke begegnen einem sehr oft Rehe🦌, Hasen 🐰und Füchse 🦊 und entsprechend der Uhrzeit ist „vorsichtiges und achtsames Fahren“ angebracht, um weder Mensch noch Tier zu gefährden. Als ich durch den sogenannten „Dieb-Kreisel“ fuhr, bekam ich ein ganz merkwürdiges Bauchgefühl. Ich drosselte sofort meine Geschwindigkeit und fuhr besonders achtsam, denn hier sind oft Rehe auf der Straße oder am Straßenrand unterwegs. Die Straße ist auch sehr kurvenreich. Als ich auf die zweite Kurve zufuhr, beschlich mich ein ungutes Gefühl und ich glaubte, Beine auf der Straße zu sehen 🙈 wenige Sekunden und Meter weiter bestätigte sich meine Befürchtung 🥹 Ein Reh lag mitten auf der Fahrbahn. Ich stoppte sofort vor dem Tier und schaltete den Warnblinker ein. Im Scheinwerferlicht sah ich die Atemzüge. Wie der Körper sich im Schmerz und Stress hob und senkte…..

Mein persönlicher Alptraum 🙈… ein angefahrenes, verletztes Lebewesen. Der Unfallverursacher hatte es einfach liegen und sich selbst überlassen !!! 🥹🥵 Sofort informierte ich die Polizei, schilderte die Situation und gab meinen Standort an. Die Beamtin am Telefon wollte sofort den Jagdpächter informieren, damit dieser vor Ort käme und bat mich, das leidende Tier - sofern möglich - von der Straße zu bringen.

Ich beendete das Telefonat, stieg aus, zog meine Warnweste an und kontaktierte unsere Notfallnummer. Teammitglied Debbi betreute selbiges zu diesem Zeitpunkt und stellte den Notfall in unseren Einsatzchat. Möglicherweise war jemand in der Nähe und konnte mich unterstützen???? Anschließend legte ich ein großes Handtuch über das verwundete Tier, um ihm weiteren Stress zu ersparen. Das Reh hob den Kopf und und sah mich mit großen Augen an. Ich sah den Schmerz und die Angst in diesen schönen Augen. Mir zerriss es schier das Herz…. In der Zwischenzeit hielt ein sehr netter junger Mann an, der mit seiner Mutter auf dem Weg nach Hause war und fragte, ob ich Hilfe benötige. Viele Andere waren zu dem Zeitpunkt bereits vorbeigefahren 😢😢… Ich nahm seine Hilfe dankbar an und bat ihn, ein Warndreieck aufzustellen und mir zu helfen, das 🦌 in den Grünstreifen zu legen.

Die Polizeibeamtin meldete sich zwischenzeitlich ebenfalls nochmals um mir mitzuteilen, dass der Jagdpächter auf dem Weg sei. Ich bedankte mich und sagte, ich bliebe bis zu seinem Eintreffen vor Ort. Ich wollte das leidende Reh auf keinen Fall alleine lassen. Die Jagdpächter (Hr. Hasenmaier sen. und jun.) waren sehr schnell bei uns, doch für mich dauerte es gefühlt eine halbe Ewigkeit, denn ich wusste, das Rehlein hatte unbeschreibliche Schmerzen.
Es war ein ca. 1 jähriger Rehbock - er hatte ein zertrümmertes Hinterbein und Hilfe bestand für ihn nur noch darin, ihn zu erlösen…🖤😢 Mein Herz verkrampfte sich erneut, als der Rehbock über die Regenbogenbrücke geschickt wurde…. Sein Leid hatte nun ein Ende - ein kleiner Trost für mich….

Ich bedankte mich bei den Herren Hasenmaier, die wirklich innerhalb kürzester Zeit zu Hilfe kamen. Traurig und in Gedanken versunken, fuhr ich die letzten Kilometer nach Hause, froh und dankbar, daß meine Fellnasen auf mich warteten und ihre Kuscheleinheiten einforderten. An Schlaf war erstmal nicht zu Denken. Danke an Teammitglied Debbi und unsere beiden Vorstände Marion&Caro für die emotionale Unterstützung 🙏🧡
Herzlichen Dank auch an die Polizei Pforzheim. Mein besonderer Dank gilt dem jungen Mann und seiner Mutter, die trotz später Stunde angehalten und mir geholfen haben. Auch den drei Herren, die bis zum Eintreffen der Jagdpächter angehalten und gefragt haben, ob Hilfe benötigt wird 🙏 Soo viele sind einfach vorbeigefahren… 😢 traurig….

Entsetzt bin ich von dem Pärchen, welches anhalten musste und ein Hupkonzert veranstaltete, als ein anderer Verkehrsteilnehmer anhielt und mir seine Hilfe anbot. Traurig macht mich auch, dass wenn man ein Tier anfährt, einfach weiter fährt und im Schmerz sich selbst überlässt…
Leider kann so etwas passieren (mir zum Glück persönlich noch nie 🙏). Meine inständige Bitte: Haltet an und holt euch über die Polizei Hilfe. Das tut keinem weh und ein Lebewesen muss nicht unsagbare Schmerzen erleiden.
🌈Gute Reise ins Regenbogenland Du hübscher Kerl🌈 Es tut mir leid, dass ich Dir nur so helfen konnte 🖤😢🌈




Happy End am 05.04.2023 für alle 💚🥰🍀
Erinnert ihr euch noch als unser Teammitglied und 2. Vorstand unseres Vereins - Caro - eine Krähe, welche in einem aktiven Stromzaun gefangen war, befreit hat?

Lest weiter unten den ausführlichen Einsatzbericht von Samstag, 16.03.2024, Einsatzbericht 277.

Am Freitag, 05.04.2024 konnte der Vogel am Fundort in Freiheit entlassen werden.
Es dauerte mehr als 3 Minuten, bevor die Krähe sich entschloss, die Box zu verlassen. Ironie an: Sie fand die Vollpension im Tierheim vermutlich prima und hat keine Lust auf Selbstverpflegung 🤣 Ironie aus

Nachdem die Krähe weit genug geflogen war, saß sie auf einem Zaun und begann zu rufen. Sofort kamen drei andere Krähen und wir vermuten, es war die Familie, die sich auch in der Nähe der Krähe befand, als diese im Stromzaun festhing.

Es war ein lautes Willkommens-Geschrei zu hören, was diesmal wie Musik 🎶 in Caros Ohren 👂 klang.
1000 Dank an das Tierheim Ludwigsburg, welche sich rührend und mit sichtlichem Erfolg um die Genesung des Tieres kümmerte❣️

Happy Ends lieben wir definitiv am meisten bei unserer ehrenamtlichen Arbeit für Tiere in Not 💚




Sonntag, 17.03.2024
Kurz-Einsatzbericht 283 🕊🕊🕊

Es war Sonntag gegen 13:30 Uhr - unser Teammitglied und 2. Vorstand Caro erhielt von Bekannten aus Tamm die Information, dass bei ihnen im Garten eine verletzte Taube ist. Bereits in der Vergangenheit haben die Melder einen Igel, der Hilfe bedurfte, direkt bei Caro gemeldet. Der kleine Igel wurde von Teammitglied Birgit eingesammelt, da Caro selber zum damaligen Zeitpunkt keine Zeit hatte.

Die kleine Taube nun würde sich nicht wegbewegen und der Melder habe bereits dreimal die Katze von dem Tier ferngehalten - was zu tun sei….. Caro sagte, sie sei in 10 Minuten da und bat darum, die Katzen weiter fernzuhalten.

Als Caro vor Ort eintraf, sass das Täubchen noch immer im Gebüsch, daneben der Melder samt Nicht und Neffe. Der kleine Mann zeigte Caro dann genau, wo sie hinmusste. Sie hatte ihren Kescher dabei, der jedoch nicht zum Einsatz kam. Das Täubchen war so schwach, dass man es mit den bloßen Händen sichern konnte. Schon um 14:00 Uhr wurde das Vögelchen im Tierheim Ludwigsburg abgegeben.

Es war ziemlich abgemagert und man vermutete, dass es kräftemäßig nicht mehr wegkam. Die kleine Türkentaube wird nun aufgepäppelt und darf dann wieder zurück in die Freiheit. 🕊🕊🕊
Allzeit guten Flug und genug Nahrung Du Hübsche!

Danke Caro für den Einsatz und Danke wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für die rasche Hilfe - besonders am Sonntag!




Sonntag, 17.03.2024
Einsatzbericht 282🖤🌈🐾
Ein Bericht von Dagmar D.


Am Sonntag Vormittag erreichte uns die Nachricht über eine verunfallte rot/weiße Katze in Heimsheim, Autobahnauffahrt Richtung Pforzheim rechts neben dem Beschleunigungsstreifen. Erst vor 6 Tagen war ich bei einem Totfund…. man merkt die Jahreszeit, die Unfallopferzahlen und damit unsere Einsätze steigen rasant an….

Ich gab in unserem Notfallchat Bescheid dass ich den Einsatz übernehme. Da die verunfallte Fellnase neben dem Beschleunigungsstreifen der A8 lag, musste hier die Autobahnpolizei zur Bergung hinzugezogen werden. Sogleich kontaktierte ich das zuständige Revier in Pforzheim, stellte die Tier-Engel unterwegs e.V. und mich vor, schilderte der netten Beamtin die Situation und bat um Unterstützung bei der Bergung derFellnase.

Bei den dortigen Beamten war die verunfallte Fellnase bereits gemeldet worden und ich bekam eine Info, die nicht gut klang: der Bauhof hatte sich bereits gekümmert und die Samtpfote war auf dem Weg nach Karlsruhe zur „Entsorgung“. Meine Frage, ob die Herren nach einem Chip oder Tattoo geschaut hätten, wurde verneint, da nicht alle Fahrzeuge des Bauhofes mit einem Chiplesegerät ausgestattet sind 😢 Die tierliebe Polizeibeamtin sagte mir jedoch, sie würde versuchen, die Samtpfote auf’s Revier zurückzubringen und durch die Kollegen der Hundestaffel nach Chip und Tatto schauen zu lassen.

Ich hoffte soo sehr auf eine positive Nachricht und ich sollte sie bekommen…..🍀 Kurze Zeit später bekam ich einen Rückruf der Beamtin mit der besten Nachricht des Tages: der Bauhof hatte das „Unfallopfer“ zum Revier der Autobahnpolizei Pforzheim gebracht und es gab eine Chipnummer für mich 😅 Wir besprachen die weitere Vorgehensweise und ich bedankte mich vielmals.

Mit der genannten Chipnummer rief ich nun beim Haustierregister TASSO an (hier sollte jedes Tier registriert sein) um eine Halterabfrage durchzuführen zu lassen. Auch hier hatte ich Glück - die Chipnummer gehörte zu einer Samtpfote mit dem Namen „Lord“🥹🌈

„Lord“, ein stattlicher, rot-weißer Maincoon-Kater, 2,5 Jahre jung wurde schon seit 10.01.2024 vermisst. Die Besitzer wurden über TASSO informiert, kontaktierten mich und ich musste der Familie nun die traurige Nachricht über den Tod ihrer geliebten Samtpfote überbringen. Keine leichte Aufgabe. 🥹 🖤… Ich vereinbarte mit der Familie, sie bei der Abholung von Lord zu begleiten. Dies wurde dankend angenommen… Gemeinsam holten wir „Lord“ auf dem Polizeirevier ab.

In einem sehr persönlichen Gespräch erfuhr ich, daß die 5-köpfige Familie im Januar aus dem Schwarzwald nach Weissach gezogen ist. „Lord“ war Freigänger und kam immer nach Hause. Bis zum 10.01. Trotz intensiver Suche blieb ihr „Lord“ verschwunden. Bis zum 17.03. wurde die Fellnase vermisst 😢

Da die Familie keine Möglichkeit hatte, ihre geliebtes Samtpfötchen zu beerdigen, bot ich an, „Lord“ über unseren Verein kremieren zu lassen. Die Familie nahm dies gerne an und übernahm natürlich auch die Kosten dafür.

Durch den großartigen Einsatz der Polizeibeamtin der Autobahnpolizei und den verständnisvollen Bauhof-mitarbeitern konnte die Familie zumindest Abschied von ihrem geliebten Familienmitglied 🐾nehmen. Dafür an alle Beteiligten ein riesiges Dankeschön! 🖤🌈 Herzlichen Dank auch an die Melderin 🙏 ohne Euch hätte die Familie bis heute keine Antwort auf die Frage „wo ist unser 🐾Lord🐾🌈🖤 bekommen.

Oftmals ist die - wenn auch traurige - Gewissheit besser als täglich die Frage: „Wo bist Du???“ 🌈Gute Reise ins Regenbogenland 🌈 🖤Ruhe in Frieden hübscher „Lord“🖤
😢Unser herzliches Beileid an die Familie und viel Kraft, um den schmerzlichen Verlust zu bewältigen😢

P.S. von unserem Verein:
Tausend Dank an Dagmar, die zu jeder Tages- und Nachtzeit alles gibt, um Tieren zu helfen bzw. sie nach Hause zu bringen 🙏 🙏 🙏




Samstag, 16.03.2024
Einsatzbericht 280 🐾🐈 🐾🐈

War Nicky ein blinder Passagier?????
Es war Samstag Abend, ca.18.45h, als eine junge Katze, ca 6 Monate alt, in Bietigheim gemeldet wurde, welche einer Familie zugelaufen war. Die Katze hat keinen Schwanz, scheint sonst aber unverletzt und gesund zu sein. Die Melder haben sie gesichert, da die Fellnase in der Gegend unbekannt war. Da zu diesem Zeitpunkt niemand von uns verfügbar war, reagierte die Melderin ziemlich ungehalten - die Fellnase durfte jedoch über Nacht dort bleiben. Am nächsten Morgen um 11h fuhr Teammitglied und 2. Vorstand Caro gemeinsam mit Teammitglied Estelle nach einem anderen Einsatz zum Meldeort.
Caro wurde von der Melderin und ihrem Sohn erwartet. Die Fellnase war in einem sehr guten Zustand und unverletzt - lediglich der Schwanz fehlte…. Das Katzenmädchen war sehr zutraulich und verschmust… Die Melderin meinte, wenn es keinen BEsitzer gibt, darf die Kuschelmaus gern bei ihnen bleiben. Caro suchte mit dem Chiplesegerät nach einem Chip - Gott sei Dank war die Fellnase vorbildlich gechippt und bei TASSO registriert, denn es gab eine kleine Überraschung:
Als Caro bei TASSO die Chipnummer durchgab, erfuhr sie, dass es sich um Katze Nicky handelte, Nicky wurde seit 3 Wochen vermisst…
Als sich dann die Besitzer meldeten, die durch TASSO informiert wurden, erfuhren wir, dass Nicky in Gemmingen zuhause sei - dies ist fast vor Heilbronn. Und dass vor 3 Wochen Handwerker vor Ort waren und man vermutete, dass Nicky in das Auto gestiegen ist….
Caro nahm sich noch die Zeit und erklärte der Melderin, dass wir alle ehrenamtlich tätig sind und Einsätze in unserer Freizeit bewältigen und es deshalb auch mal etwas dauern kann, bis jemand von uns kommt, zumal hier kein lebensbedrohlicher Notfall vorlag…. Und dass unser Teammitglied Gabi, die das Notfalltelefon seit kurzem betreute, sehr entsetzt war über die Art und Weise, wie die Melderin sich verbal verhalten hatte….
Am Nachmittag bekamen wir die Information, dass die Besitzer ihre Nicky aus Bietigheim abgeholt hatten und auf dem Heimweg nach Gemmingen sind - welch wundervolles Happy End für Mensch und Tier! ❣️🍀




Samstag, 16.03.2024
Einsatzbericht 277 ❣️🍀

Am Samstag Vormittag wurde uns eine Krähe in Erligheim gemeldet, welche sich in einem Zaun verfangen hatte-die Melder trauten sich nicht zu, das Tier selber zu befreien.
Teammitglied und 2. Vorstand Caro hatte sich für diesen Tag etliche private Dinge, die aufgrund ihres Hauptjobs und ihrer beiden ehrenamtlichen Tätigkeiten sowohl bei den Tier-Engeln als auch beim THW Bissingen liegengeblieben waren, zu erledigen vorgenommen. Dies in Ruhe und nicht immer im Stressmodus aufgrund von Zeitmangel…. Soweit die Theorie….
Als der Notfall kam, war Caro gerade kurz beim OBI um noch bisschen Material zu holen. Als sie das Bild des hilflosen Tieres in unserem Notfallchat sah, gab es für Caro hinsichtlich der Priorität nicht eine Sekunde Bedenkzeit. Sofort lief sie zur Kasse, bezahlte und wollte direkt nach Erligheim. Allerdings gab es ein kleines Problem:
Der Standort in der Meldung war nicht ganz aktuell. Die Leute, die den Raben gemeldet hatten, waren Bekannte eines anderen Teammitgliedes und hatten zunächst dieses privat angerufen. Caro nahm Kontakt zu den Meldern auf um Genaueres zu erfahren und mchte sich dann auf den Weg.
Vor Ort angekommen sah Caro, dass ein großmaschiger Zaun ein Hühnergehege einzäunte, vor diesem Zaun verlief ein Stromzaun - und in diesem hing der Rabe fest…. Caro vermutete, der Vogel hatte irgendetwas Fressbares gesehen und deshalb ins Gehege wollte. Dabei kam er an die Stromleitung, erschrak sich und sprang nach vorne. Der kleine Körper hing nach innen durch in das Gehege und beide Flügel hingen in unterschiedlichen Zaunmaschen draussen….
Vermutlich bei jeder Bewegung bekam das Tier einen Stromschlag und Caro hoffte, dass er sich deshalb kaum bewegt hatte-der Gedanke welch Pein der Rabe erleben musste, schmerzte Caro schier selber körperlich sehr….
Die Befreiung des Tieres war für Caro eine Herausforderung. Es war eine komplizierte „Fummelei“ und der Rabe hackte in seiner Panik auch 2x nach Caro, was sehr unangenehm war. Bis Caro dann soweit war, dass sie den Raben oben herausheben konnte, bekam sie selber bestimmt sieben oder acht mal durch den Strom „eine geschossen“…. Auf die Schnelle hat sie auch nicht gesucht, wo sie den Strom hätte kurzzeitig abstellen können, ihr tat der kleine Kerl so leid dass Caro nur daran dachte, ihn schnellstmöglich da herauszubekommen….
Die Melder berichteten Caro, dass die anderen Raben - also seine Familie - noch in der Nähe waren. Raben beschützen nämlich ihre Familienmitglieder und wenn diese krank sind, versorgen sie die auch bis zu einem bestimmten Grad mit Futter und Wasser, so dass die Tiere, auch wenn sie mal krank oder verletzt sind, noch eine ganze Weile überleben können…
Als Caro das Tier endich aus dem Stromzaun befreit hatte, stellt sie fest, dass es ein recht großes Tier war - und sie grübelte, ob es wohl ein Kolkrabe war…
Unverzüglich brachte Tier-Engel Caro das Tier ins Tierheim Ludwigsburg, Tierheimleiterin Ursel Gericke bestätigte nun, dass es sich um eine große Krähe handelte, diese war an beiden Fußgelenken verletzt und hat auch heftig geblutet, eine Flügelspitze war in Mitleidenschaft gezogen und jetzt muss man abwarten, wie er sich unter der Pflege der Tierheimmitarbeiterinnen erholen wird….
Danke Caro für den Einsatz und Danke wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für die rasche Hilfe!




Mittwoch, 13.03.2024
Einsatzbericht 267 ❣️🍀

Teammitglied Jule war gerade auf dem Weg zu einem sehr wichtigen Termin in Pattonville. Sie fuhr in eine Spielstraße ein und sah beim Abbiegen schon etwas Pelziges am Rand bei einer Dohle wackeln. Es fuhr auch eine Frau aus der Spielstraße heraus, die das Fellknäul ebenfalls gesehen hatte. Die Frauen kommunizierten mit den Augen und Jule stellte ihr Auto rechts an der Seite ab.
Sie lief zu der im Auto wartenden Frau und erklärte ihr, dass sie vom Tierschutzverein „Tier-Engel unterwegs e.V.“ ist und sich um das Tier kümmern würde. Die Dame war sehr erleichtert und fuhr weiter.

Nachdem Jule sah, dass es sich bei dem Fellbündelchen um eine kleine Ratte handelte, holte sie ein großes Handtuch aus ihrem Kofferraum. Das arme Tierchen wackelte Schrittchen für Schrittchen, hatte verschlafene Augen und war sehr benommen. Es hätte nicht lange gedauert, und die kleine Ratte wäre vermutlich unter Autoräder gekommen. Jule legte das Handtuch vorsichtig um das kleine Wesen und hob es hoch. Da sie früher selber Ratten zuhause hatte, war der arme Kerl ihr gleich sympathisch und sie hatte keine Scheu.

So lag er dann in dem Handtuch und machte keine Anstalten sich zu wehren. Matt, abgeschlagen, wehrlos…. sie setzte das matte Tier in den im Auto befindlichen Einkaufskorb und rief bei ihrem Termin an um mitzuteilen, dass sie ein paar Minuten später kommen und Gesellschaft mitbringen würde. Der Termin war sehr wichtig, dauerte glücklicherweise nur kurz und gleich danach fuhr Jule mit der kleinen Ratte, die sie zwischenzeitlich in eine kleine verschlossene Vogeltransportbox umgesetzt hatte, ins Tierheim Ludwigsburg.

Tierheimleiterin Ursel Gericke übernahm die auf ca. 2 Monate alte geschätzte Ratte und vermutete, dass der arme Wurm Gift erwischt haben musste.

An Gift jämmerlich zu sterben ist übel genug, doch nicht nur das! Vergiftete Mäuse und Ratten dienen auch Greifvögeln als Nahrung und diese sterben dann an der vergifteten Beute…. Lebendfallen sind eine Alternative!




Montag, 11.03.2024/Samstag 16.03.2024
Einsatzbericht 252 🐾🐈 🐾🐈

Am 11.03. meldete sich eine Dame aus Bietigheim auf unserem Notfalltelefon-dieses wurde von Teammitglied Gaby betreut. Die Melderin bekommt seit längerem Besuch von einem unkastrierten Kater - der sei kräftig aber nicht tätowiert. Er vergrault ihren eigenen Kater… Allerdings sei er extrem scheu und ließe sich nicht anfassen…

Am Freitag brachte Teammitglied Nela eine große Lebendfalle zur Melderin und erklärte dieser die Handhabung. Sehr dankbar über diese Hilfe versprach die Melderin, sich umgehend auf dem Notfalltelefon zu melden, wenn die Fellnase gesichert war.

Bereits am Samstag, 16.03. mittags war dies der Fall. Teammitglied Franzi betreute da das Notfall-Telefon, als der Anruf kam, dass der Kater in Bietigheim jetzt gesichert wurde. Dadurch, dass alle involvierten Teammitglieder alles detailliert in unserem Notfall-Chat dokumentiert hatten, wusste Franzi gleich, um was es ging. Da die Dame krank war und nicht selber fahren konnte, stellte Franzi den Einsatz in unseren Notfall-Chat und fragte die Team Mitglieder, die in der Nähe wohnen, ob jemand gerade Zeit hat. Da dies nicht der Fall war, jedoch Franzi Zeit hatte, fuhr sie selber los.

Teammitglied Gaby bot Franzi an, während der Dauer des Einsatzes das Notfalltelefon zu betreuen. Vor Ort angekommen, schaute die Melderin schon aus dem Fenster heraus und winkte Franzi zu sich. Die Dame erzählte Franzi, dass der stattliche Kater jetzt schon ein paar Wochen zu ihr zum Fressen kam, aber augenscheinlich kein zu Hause hatte. Der war nicht kastriert, nicht gekennzeichnet im Sinne von einem Tattoo und auch relativ scheu. Leider hat er auch die Hauskatze vertrieben, da er auf der Suche nach Futter war und offenbar so hungrig, dass er sich auch vor Revierkämpfen nicht scheute…. Aus Sorge um ihr Fellnase und auch den Kater, der ihr gar nicht gefiel und sehr sehr leid tat, nahm sie dann Kontakt mit unserem Verein auf.

In der Falle saß ein superschöner großer getigerter Kater, Franzi hat sofort gerochen, dass er nicht kastriert ist und zu übersehen war es auch nicht…. Da der Kater nicht handzahm war und in der Falle rebellierte und außerdem die Melderin bereits gebissen hatte, verzichtete Franzi auf die Suche nach einem Chip. Der Melderin riet Franzi, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, weil Katzenbisse sehr gefährlich und bis hin zu einer Blutvergiftung führen können. Genau das hat die Dame dann auch gemeint, dass sie das dann später noch machen würde.

Gemeinsam trugen die Damen den großen Fellnasenbub in der Falle in Franzis Auto. Teammitglied Caro gab parallel im Tierheim Bescheid, dass Franzi jetzt mit dem Kater kommen würde. Die Dame war einerseits glücklich und andererseits hat es sie schwer mitgenommen, weil sie den Kater in der Zwischenzeit mochte. Jedoch kann sie es sich hinsichtlich ihrer eigenen Fellnase nicht erlauben, ihn dazubehalten…

Ursprünglich war Franzi ja mit einer Freundin aus Bietigheim verabredet, die nur zwei Straßen entfernt vom Einsatzort wohnt. Kurzerhand rief Franzi an und fragte, ob sie sich anstatt auf einen Kaffee zu treffen, auch gemeinsam im Auto reden könnten, während sie den Kater ins Tierheim fahren. Franzi kennt ihre Freundin schon sehr lange und war sich sicher, dass diese sofort dabei ist - und genauso war es dann auch.

Zusammen brachten die beiden den Kater ins Tierheim, wo sich gleich gut um die Samtpfote gekümmert wurde. Leider ist die Fellnase auch nicht gechipt, so dass bisher kein Besitzer ermittelt werden konnte.




Montag, 11.03.2024
Einsatzbericht 255🖤🌈🐾

Ein Bericht von Dagmar D.

Am Montag in den frühen Abendstunden erreichte uns eine WhatsApp-Nachricht aus einer SocialmediaGruppe über eine verunfallte Katze in 71277 Rutesheim/ Perouse auf der L1180 einige Meter vor dem Kreisverkehr. Laut der Meldung lag die Fellnase in einer Wiese am Straßenrand.

Da ich mich auf dem Heimweg von einem anderen Einsatz befand, gab ich in unserem Notfallchat Bescheid, den Einsatz zu übernehmen. An der gemeldeten Unfallstelle angekommen, war es nun auch schon etwas dunkel und die gemeldete verunfallte Fellnase nicht auf Anhieb zu finden. Also kamen Warnweste und Taschenlampe zum Einsatz. Mit einem großen weichen Handtuch und einer Box machte ich mich auf die Suche nach der armen Fellnase. Nach einiger Zeit entdeckte ich die Samtpfote in der Wiese am Straßenrand. Ein getigertes Katzenmädchen😢🌈 mit weißer Brust und weißem Bauch und einem hübschen getigerten Gesicht mit weißer Nase. Das Fellnasenmädchen war ca. 2 Jahre jung.

Da ich mein Auto einige Meter entfernt geparkt hatte, nahm ich nun das mitgebrachte Handtuch, bettete das Samtpfötchen vorsichtig darauf. Behutsam strich ich mit dem Chiplesegerät mehrere Male über das leblose Körperchen. Doch der erhoffte Piepton blieb leider aus. Das Katzenmädchen war nicht gechipt. Die kleine Lady sollte dann zumindest einen Namen haben: 🌈🖤Mimi🖤🌈
Nun überprüfte ich, ob vielleicht ein Tattoo vorhanden war…. Tatsächlich war „Mimi“ in beiden Ohren mit einem „K“  und einer Kerbe gekennzeichnet.

Sie war ein kastriertes „Schlamperle“😢 (das meine ich nicht negativ sondern so bezeichne ich liebevoll Streunerchen), welches möglicherweise von einer guten Seele ihr Essen an einer Futterstelle bekam und auf dem Weg dorthin ihr Leben verlor 😢🌈

Teammitglied Nela erstellte in den Social-Media-Kanälen eine Fundmeldung in der Hoffnung, die Besitzer/Fütterer ließen sich darüber finden oder zumindest Hinweise auf das Zuhause des Fellnäschens zu bekommen…

Leider hat sich niemand gemeldet…..Doch auch „Mimi“ sollte eine würdige letzte Reise bekommen und so nahm ich sie mit mir. Über unseren Verein wird das Katzenmädchen kremiert. Die Kosten hierfür zahlen wir aus der Vereinskasse… Die Tierbestatter der „Letzten Reise“ in Fellbach werden sich um Mimi und andere tödlich verunglückte Fellnasen ohne Besitzer und deren letzte Reise kümmern….

🌈 Gute Reise ins Regenbogenland 🖤Ruhe in Frieden Mimi 🖤🌈
Danke an Kirsten K. für die Unterstützung und an die Melderin für‘s Kümmern 🙏




Sonntag, 10.03.2024
Einsatzbericht 249 🐾🥺🐾

Es war Sonntag am späten Nachmittag. Im Notfallchat ging die Meldung über eine verletzte Katze, welche blutet in Ludwigsburg-Grünbühl ein. Tier-Engel Estelle las die Meldung. Das klang nicht gut - rasend schnell übernahm Estelle den Einsatz, zuvor fragte sie ihre kleine Tochter, ob diese mitmag - es war Sonntag - eigentlich Familienzeit - und das Kind wollte mit. Also haben sich die beiden schnell angezogen und dem Papa Bescheid gegeben, dass sie auf einer Rettungsaktion sind.

Nach 18 min Fahrt kam Estelle am Einsatzort an - der Juniorhelfer - die kleine Flo war eingeschlafen 🤣 Estelle - ausgestattet mit Box, Handtuch und Kescher, entdeckte viel Blut auf der Strasse und machte sich große Sorgen… Sie traf den Melder vor Ort und erklärte ihm, dass sie die Katze schnell finden sollten. Wärend der Suche nach der Fellnase trafen die Zwei einen Mann, der fragte, was die beiden suchen würden. Der Melder erklärte es ihm und der Mann meinte, er habe so eine Katze und hat die auch vorhin gesehen, er wohne nicht weit weg.

Estelles erste Frage war, ob die Katze vielleicht nach Hause gelaufen sei? Der Mann rief daraufhin zu Hause an. Estelle bat ihn gleichzeitig, dass sie bitte sofort hinlaufen möchten. Es muss dringend nach der Katze geschaut werden….. soviel Blut wie auf der Strasse war, zählte jede Sekunde…..

Endlich kamen sie dort an, die Frau des Mannes stand mit Kindern vor der Tür und hat sich mit Nachbarn unterhalten. Dort war überall Blut, die Katze lag vor der Eingangstür der Wohnung. Sie hat sehr schwer geatmet.
Estelle zögerte nicht lange - sie entschied, dass die Fellnase SOFORT in die Tierklinik muss. Sie schlug vor, selber hinzufahren damit es schneller ginge. Die in diesem Moment völlig überforderten Besitzer gaben alle Unterlagen an Estelle. Die verletzte Fellnase hieß Bella und war versichert und geimpft. Estelle holte ihr Auto und brachte gemeinsam mit Töchterchen Flo so schnell es ging die kleine Bella zur Tierklinik nach Ludwigsburg. Dort angekommen gab Estelle umgehend Bescheid, dass Bella vermutlich angefahren wurde und bereits viel Blut verloren hatte. Es kam sofort ein Arzt, der sich unverzüglich um das Samtpfötchen kümmerte. Die Besitzer sind später nachgekommen, um alle Formulare auszufüllen.

Bella ist operiert worden und durfte erst nach 3 Nächten wieder nach Hause. Die Besitzer teilten uns mit, dass Bella schwerste Verletzungen durch den Unfall abbekommen hatte und operiert wurde: Unterkiefer und Oberkiefer waren gebrochen, Bella erlitt ein Schädelhirntrauma. Bella wird nun gefüttert und es wird etwas dauern, doch die Prognose der Ärzte sieht gut aus - Bella wird hoffentlich wieder fit werden….. Die Besitzer bedankten sich nochmals für die rasche Hilfe und Unterstützung bei Estelle und unserem Verein.

Diese Nachricht war für Estelle eine riesige Erleichterung. Sie haderte etwas mit ihrem forschen Auftreten am Unfalltag - ihre Sorge um Bella und die Hilflosigkeit der Besitzer lieben Estelle keine andere Wahl. Der Verlauf bestätigte Estelle und beruhigte sie - sie hatte im Sinne der Fellnase und Besitzer alles richtig gemacht! Das Gefühl, ein Tier gerettet zu haben und mit der Situation überforderten Besitzern Beistand gegeben zu haben, fühlt sich wunderbar an. DANKE LIEBE ESTELLE!




Montag, 26.02.2024
Doppel-Einsatzbericht 196 + 197 🖤🌈🦊🐰

Wie sich Fuchs 🦊 und Hase 🐰 gemeinsam auf den Weg über die Regenbogenbrücke 🌈 machten….
Am frühen Montagmorgen - und zwar sehr früh - es war nämlich mitten in der Nacht um 2:16h kam über WhatsApp die Nachricht, dass auf der BAB 81 zwischen der Ausfahrt Ditzingen und Ausfahrt Stuttgart-Zuffenhausen in Fahrtrichtung Heilbronn eine tote Katze im Grünstreifen liegen würde.

Teammitglied Benni übernahm um diese Zeit noch den Einsatz und informierte die Autobahnpolizei. Die nette Dame am Telefon wies ihn auf seine Eigensicherung etc. hin. Bei Bedarf könne er auch die Unterstützung einer Polizeistreife anfordern. Mit diesem Wissen machte sich Benni auf den Weg. Ausgerüstet mit Warnweste und Taschenlampe suchte er parallel zur Autobahn hinter der Leitplanke nach dem verunfallten Tier. Da es keinen exakten Standort gab, suchte er knapp einen Kilometer ab und wurde dann fündig. Direkt neben der Fahrbahn lag ein orange-weißes Tier.

Da es eine sehr gefährliche Stelle war, informierte Benni nun wie ihm angeboten wurde, die zuständige Autobahnpolizei. Die nette Dame am Telefon schickte ihm eine Streife, welche kurze Zeit später eintraf. Die hilfsbereiten Beamten sperrten die rechte Spur und Benni konnte den leblosen Körper sichern - es war ein Fuchs.
Die Beamten verabschiedeten sich, nachdem Benni versicherte, er würde sich um alles Weitere kümmern und auch den zuständigen Jagdpächter informieren.
Noch am Einsatzort bekam Benni einen Anruf der Autobahnpolizei. Die Beamten hatten ein paar Meter weiter eine tote Katze gesehen - sie drehen um, damit Benni auch hier tätig werden konnte und würden ihn absichern. Gesagt - getan….

Benni lief hinter der Autobahnleitplanke zum nächsten „Einsatzort“, der in unmittelbarer Nähe war, wo die Beamten bereits warteten. Wieder war es keine tote Katze - diesmal handelte es sich um einen Feldhasen….  Benni hatte Tränen in den Augen. Behutsam hob er den Feldhasen hoch und legte ihn auf ein Handtuch. Er musste kurz durchschnaufen. Benni bedankte sich bei den beiden netten Polizisten für die Unterstützung. Dann nahm er den Fuchs sowie den Feldhasen mit und legte beide an einer geeigneten Stelle zur letzten Ruhe. Jedes Tier hat dies verdient.

Um 3:30 kam Benni wieder zuhause an und machte noch seine Ausrüstung für den nächsten Einsatz bereit. Am Folgetag informierte Benni den Jagdpächter über die Details seines nächtlichen Einsatzes und beschrieb ihm den Ablageort der beiden Wildtiere.

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizei Ludwigsburg.
🌈Gute Reise über die Regenbogenbrücke Meister Reinecke 🦊 und Meister Lampe 🐰 🌈




Samstag, 24.02.2024
Einsatzbericht Nr. 192🖤🌈🐾

Auch „Streuner“ werden geliebt und vermisst….
Am Samstag Abend - es war bereits gegen 22:30 - erfuhr Teammitglied Dagmar D. über eine Socialmediagruppe von einer vor kurzem verunfallten Katze am Ortsausgang Mühlhausen auf der Würmtalstraße. Daraufhin kontaktierte sie die Melderin mit der Bitte um einen genauen Standort. Diese hatte die arme Samtpfote bereits von der Straße genommen. Vielen Dank dafür 🙏

In unserem Notfallchat wurde zeitgleich ein Einsatz von Dagmar erstellt und sie machte sich auf den Weg. Kurz darauf am Unfallort angekommen, musste Dagmar nicht lange suchen, denn die Melderin hatte das Samtpfötchen hinter der Leitplanke ins Gras gebettet. Ein wunderhübsches getigertes, unkastriertes Katerchen, mit weißer Maske, weißer Brust und weißen Söckchen an allen vier Pfötchen 🐾😢🌈

Vorsichtig bettete Dagmar den kleinen Fellnasen-Engel in ein Handtuch. Es war noch nicht lange her, dass der kleine Kater sein Leben verloren hatte. Behutsam fuhr sie mit dem Chiplesegerät über das kleine Körperchen, doch das Chiplesegerät gab keinen Ton von sich. Mehrmals strich Dagmar behutsam über den leblosen Fellnasenbub, doch der erhoffte Piepton blieb aus, das Chiplesegerät blieb stumm 🤐  Das hübsche Katerchen war weder gechipt noch tätowiert und somit konnte erstmal kein Besitzer ausfindig gemacht werden 😢

Teammitglied Nela erstellte in den Social-Media-Kanälen eine Fundmeldung in der Hoffnung, die Besitzer ließen sich darüber finden oder zumindest Hinweise auf das Zuhause des Fellnäschens zu bekommen… Zunächst leider vergeblich….

Am Dienstag, 27.02. allerdings rief daraufhin eine Dame auf unserem Notfallhandy an - Teammitglied Lizzy betreute selbiges zu diesem Zeitpunkt - und erkundigte sich nach dem Katerchen. Dagmar ließ sich die Telefonnummer geben und rief die Dame zurück. Durch eine Freundin, welche die Fundmeldung in Social Media gesehen hatte, wurde sie informiert, dass „Pelzi“ - so wurde der Katzenjunge gerufen - verunfallt ist. Sie war sehr  erleichtert darüber, dass wir Tier-Engel uns um den kleinen Pelzi gekümmert und ihn nicht haben liegenlassen.

Dagmar erfuhr, dass die beiden Damen eine Futterstelle im Garten der Freundin betreuen und „Pelzi“ war eine der Samtpfoten, die dort geboren wurde und regelmäßig zum Essen kamen. Sie haben seit längerem versucht, ihn zu sichern, um ihn kastrieren zu lassen, allerdings war er sehr scheu und er konnte immer wieder entwischen 😢 In Bezug auf andere Katzen 🐈 oder Katzen-Babys war Pelzi sehr sozial. Er hat die Kleinen geputzt, sich zu ihnen gelegt und gekuschelt.

„Pelzi“ hat noch eine Schwester, die bereits kastriert ist und bei der Dame lebt, sobald er kastriert gewesen wäre, hätte auch er dort dauerhaft leben dürfen. 😢 Sie war furchtbar traurig und unter Tränen erzählte sie Dagmar, dass Pelzi erst 9 Monate war, als er sein Leben verlor und er ein ganz besonderes Seelchen war. Trotz der Traurigkeit war sie auch froh, dass es Menschen wie uns gibt und wir uns um ihr Katerle gekümmert haben. Die Dame hat Pelzi inzwischen zu sich nach Hause geholt- er bekommt in ihrem Garten seine letzte Ruhestätte 🌈.
🖤Gute Reise ins Regenbogenland kleines Samtpfötchen😢🖤




Montag, 19.02.2024
Einsatzbericht Nr. 1175🖤🌈🐕

Ein Einsatzbericht von Vera M.

Am Montagnachmittag erreichte uns auf dem Notfalltelefon ein Anruf vom Bauhof in Erdmannhausen. Die Bauhof-Mitarbeiter hatten einen toten Hund gefunden und baten uns darum, am nächsten Tag vorbeizukommen, um den Chip auszulesen.

Für mich war klar, dass ich diesen Einsatz übernehmen würde, da ich von allen Teammitgliedern am nächsten dran wohne. Auch wenn das bedeutete, dass ich dann später als geplant und notwendig, zu meinem Arbeitsplatz kommen würde. Ich klärte dies mit meinem Arbeitgeber ab und bestätigte sodann die Übernahme des Einsatzes in unserem Notfallchat.

Am nächsten Morgen stand ich pünktlich zur Öffnung auf dem Bauhof und fragte den Leiter, wo sie den Hund lagern würden. Der freundliche Herr zeigte quer über den Hof und verwies mich auf einen blauen Müllsack, der unter einer Überdachung lag.

Ich ging hinüber und packte das leblose schwarze Geschöpf aus, um es vorsichtig auf ein großes Handtuch zu legen, damit ich alles Notwendige tun konnte, wie zum Beispiel nach einem Chip oder Tätowierungen zu schauen. Leider fand ich weder das eine noch das andere. Das Tier war also nicht gekennzeichnet, somit war es auch nirgends registriert.

Mir war klar, dass die Besitzersuche nun aufwendiger werden würde. Daher war es wichtig, den Hund möglichst genau anzuschauen, damit wir eine detaillierte Totfundmeldung veröffentlichen konnten. Ich stellte fest, dass es ein unkastrierter Rüde war. Und es sich um einen Bulldoggen-Mix handelte. Auch war es ein ausgewachsenes, eher älteres Tier. Offensichtliche Verletzungen und Wunden, die den Tod erklären würden, konnte ich aber keine erkennen. Ich machte noch einige Fotos.

Vorsichtig wickelte ich die verstorbene Fellnase nun ordentlich in das große weiche Handtuch, welches ich dabei hatte. Dann bat ich  den Bauhofleiter darum, den Hund noch hierlassen zu dürfen, denn ich ging davon aus, dass wir die Totfundmeldung auf den Socialmedia-Plattformen veröffentlichen und sich dann sehr schnell ein verzweifelter Hundebesitzer melden würde. Als mir der Herr vom Bauhof genehmigte, den Hund noch da zu lassen, erwähnte er, dass es beim Auffinden des Hundes - am Rande eines Waldspielplatzes -  allerdings so aussah, als sei dieser bewusst dort abgelegt/entsorgt worden.

Sofort sendete ich alle relevanten Informationen und die Fotos an Teammitglied Nela, damit die Totfundmeldung zügig online gehen konnte und fuhr dann direkt weiter zur Arbeit. Der Hinweis vom Bauhof, dass es so aussah, als ob der Hund abgelegt worden sei, beschäftigte uns alle sehr. Und nachdem sich weder am Dienstag noch Mittwoch ein Besitzer bei uns meldete, wurde entschieden, den verstorbenen Hund ins Veterinäruntersuchungsamt nach Fellbach zu bringen, damit dort die Todesursache ermittelt werden konnte. Ich holte den Hundebub also am Donnerstag gleich morgens auf dem Bauhof ab und brachte ihn direkt nach Fellbach.

Es dauerte nun eine starke Woche, bis wir die Rückmeldung der Obduktion erhielten. Der Hund litt unter einem Prostatakarzinom und einer Herzklappensymptomatik und verstarb vermutlich daran. Darüber informierten wir wiederum auf Social Media.

Alles andere lässt sich nun im Nachgang nur vermuten und leider nicht mehr aufklären. Dennoch beschäftigt mich es sehr, dass eventuell ein Tier an einer Krankheit verstorben ist. Eventuell konnte der Besitzer sich die Tierarztkosten für Behandlungen nicht leisten. Eventuell konnte sich der Besitzer es sich nicht leisten, das verstorbene Tier kremieren zu lassen. Fragen und Vermutungen, auf die ich nie eine Antwort bekommen werde….

Ruhe in Frieden kleiner schwarzer Fellknäuel. 🖤🌈




Freitag, 16.02.2024
Einsatzbericht Nr. 160🐕 🐕 🐕 

❣️ AMOR Henry auf Abwegen ❣️

Freitag, 22.15 Uhr - auf dem Notfalltelefon geht über Whats App-Call bei Teammitglied Franziska die Meldung über einen freilaufenden Hund in Bietigheim-Buch ein.

Den ganzen Tag war unser 2. Vorstand Caro bereits mit ihrem anderen Ehrenamt - sie ist beim THW - auf der Autobahn und erst seit 21.30 Uhr wieder zuhause. Sie hatte gerade ihre Katzen versorgt und wollte etwas Essen, als Franzi sie anrief. Und NEIN-Sagen gab es für Caro nicht…

Die Leute, die den Hund gemeldet hatten, waren mit ihrer eigenen Hündin Gassi und der Ausreißer ist die ganze Zeit dem Trio nachgelaufen. Teammitglied Caro brauchte dann noch ein bisschen, bis sie die Gassirunde samt Verfolger eingeholt hatte, da diese langsam weitergelaufen waren.

Caro erkannte, dass zwei Leute mit einem schwarzen Hund unterwegs waren, diese sich aber entfernten. Dann sah sie die Melder - diese hatten eine elfjährige West White Highland Terrier-Hündin dabei, die läufig war…. und ein kleiner, brauner Chihuahua-Bub, der nicht gerade freundlich war…. Und unkastriert….. aha….. das erklärte das Nachlaufen….

Der Mann des Paares hatte versucht, den Minihund zu sichern, doch dieser begann sofort mit Beißen, so dass die Melder dann Hilfe bei uns suchten. Die Sicheurng des kleinen „Gift“-Zwerges war nicht so einfach:
- gereichte Leckerlis wurden geflissentlich ignoriert
- die Hündin in Caros Auto setzen in der Hoffnung, der liebestolle Zwerg springt hinterher - nöööööö

Caro bat die Melder, die nahe wohnten, den Chihuahua mit ins Haus zu nehmen, da eine Sicherung dort leichter war. theoretisch - denn der kleine Beißer hatte wohl doch nicht soviel Mut und wollte partout nicht mit ins Haus…. Er machte eher Anstalten, wegzulaufen. Rasch lief Caro zu ihrem Auto und holte Kescher und Handtuch, während der Hunde-Amor weiter um seine Angebetete herum-scharwänzelte….Den Moment, wo der Hundebub der Hündin sehr intensiv am Hinterteil roch, da diese gerade Wasser gelassen hatte, nutzte Caro sofort. Ein gezielter Kescherwurf und der Chihuahua war im Netz. Wo er natürlich nicht ruhig sitzen blieb….

Caro bat die Anwesenden zu helfen und gemeinsam gelang es, das kleine wuselige Hundekerlchen in die von Caro geholte Transportbox zu bekommen. In der Box wandelte sich der „Gift“-Zwerg in ein bedauernswertes kleines „Häufchen Elend“…. Caro fackelte nicht lange und nutzte auch diesen Moment, um nach einem Chip zu schauen. Glücklicherweise war der Hund gekennzeichnet und bei TASSO registriert - doch die Bestzer konnten um 22.45h leider nicht erreicht werden, so dass Caro den Vierbeiner dann ins Tierheim brachte.

Ein schöner AHA-Moment dieser Geschichte:
Die Melder stellten durch diesen Einsatz fest, wie wichtig es ist, seinen geliebten Vierbeiner kennzeichnen und registrieren zu lassen - denn der eigene war zwar nach ihren Angaben gechippt, aber registriert?????? Sie waren sich nicht sicher und Caro suchte zunächst mit dem Chipleser nach einem Chip - allerdings ohne Erfolg…….
War der Chip kaputt? Oder Caros Lesegerät? Bei dem Chihuahua kurz zuvor tat es noch….. Caro empfahl dem Paar, dies beim zuständigen Tierarzt einfach mal kontrollieren zu lassen, um im Falle eines Entlaufens wirklich auf der sicheren Seite zu sein….

Die Besitzer des Chihuahuas haben sich dann doch noch sehr spät gemeldet -völlig aufgelöst, da sie den kleinen Mann schon schmerzlich vermisst und überall gesucht haben - und den kleinen Henry am Folgetag aus dem Tierheim nach Hause geholt.
HAPPY END für Zwei- und Vierbeiner 🍀




Freitag, 16.02.2024
Einsatzbericht Nr. 160🐾🐈❣️🍀

Als am Freitag gegen 13 Uhr auf dem Notfalltelefon ein Hilferuf aus Steinheim einging, war Teammitglied Edelgard gerade dabei, sich zu richten und nach Freiberg zu fahren,um mit ihrem Enkel neue Sportschuhe zu kaufen.
Sie las, dass ein Herr seine zwei Fellnasen ins Tierheim bringen wollte - dort war bereits alles für die Aufnahme der beiden Fellnasen geklärt - doch er war nicht mobil. Aus gesundheitlichen Gründen durfte er kein Auto fahren. Normalerweise übernehmen wir ehrenamtlichen Tier-Engel keine „Taxifahrten“ - doch es gibt menschliche Ausnahme-situationen  - so war es auch in diesem Falle….

Leider konnten unsere Tier Engel-Mitglieder, die sich in der Nähe befanden, diesen Auftrag nicht übernehmen. Sie waren entweder arbeiten oder nicht vor Ort bzw. anderweitig verhindert. Kurzentschlossen übernahm deshalb Edelgard den Einsatz und fuhr den „kleinen Umweg“ über Steinheim, um den Herrn und die zwei Samtpfötchen - es handelte sich hier um Mama und Tochter - abzuholen. Auf dem Weg nach Freiberg erfuhr Edelgard von dem Herrn die ganzen dramatischen Umstände seiner aktuellen Situation…. Er bedauerte alles sehr und lange hatte er nach Lösungen gesucht….Es fiel ihm offensichtlich nicht leicht, über die Hilfe von uns und auch dem Tierheim war er deshalb sehr dankbar.

In Freiberg gab es dann einen kleinen Zwischenstopp, denn Edelgard holte ihr Enkelchen ab und gemeinsam ging es weiter ins Tierheim nach Ludwigsburg. Dort angekommen, wurden die Kätzchen gleich versorgt und das Formelle erledigt. Dazu gehörte, dem Besitzer mitzuteilen, dass die beiden Fellnasen nach spätestens 14 Tagen wieder abgeholt und die Kosten für den Aufenthalt bezahlt werden müssen. Geschieht dies nicht, gehen die Fellnasen zur Weitervermittlung an das Tierheim über... Schweren Herzens und mit vielen Gedanken, wie es für ihn und auch die Samtpfötchen weiter geht, brachten Edelgard und ihr Enkel den Herrn nach Steinheim zurück.

Und dann konnten Oma und Enkel den geplanten Schuhkauf - wenn auch mit etwas Verspätung - angehen…




Mittwoch, 14.02.2024
Kurz-Einsatzbericht Nr. 151 🦅🦅🦅

Mittwoch, Valentinstag - Tieren in Not und uns ist es egal, welcher Tag und welche Uhrzeit ist… Wie sovielen Ehrenamtlichen….

Teammitglied Birgit war auf der Heimfahrt von einem Termin, als sie im Notfallchat las, dass in einer Firma in Markgröningen ein verletzter Turmfalke aufgefunden wurde. Der Finder hatte ihn in einem Karton gesichert und diesen abgedunkelt, da ein Anflugtrauma vermutet wurde. Da der Melder von der Arbeit nicht weg konnte, hat er auf unserem Notfallhandy angerufen.

Birgit ist also direkt weiter zu der Firma gefahren. Sie meldete sich an der Pforte, wurde vom Melder in Empfang genommen und zu dem Tier geführt. Sie setzte den wunderschönen Greifvogel vorsichtig in eine Soft-Transportbox um und brachte ihn zur weiteren Untersuchung ins Tierheim, wo sich fachgerecht und in vollem medizinischen Umfang um ihn gekümmert wurde. Danke wieder einmal für die großartige Zusammenarbeit ans Tierheim Ludwigsburg auf diesem Wege!

Rasche Genesung und zukünftig einen unfallfreien Flug Du Hübscher!🦅🦅🦅




Dienstag, 13.02.2024
Einsatzbericht Nr. 141🐾🐈🆘🐾🐈

Dienstag vormittag - Teammitglied Franzi bereitete sich wie zur Zeit täglich auf ihre bevorstehenden Prüfungen vor und saß vertieft über dem Lernstoff, als Teammitglied Gaby, die zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon via Rufumleitung betreute, sie anrief.

Bei Notfällen werden die evtl. verfügbaren ehrenamtlichen Teammitglieder direkt kontaktiert, da nicht jeder sofort die Meldungen im Notfallchat liest und es sehr oft auf jede Minute ankommt. So wie in diesem Fall:

Gemeldet wurde eine verletzte Katze mit vermutlich einem gebrochenen Fuß in Walheim. Daraufhin zog sich Franzi schnell an, währenddessen kamen bei ihr auf der Hardware vom Notfalltelefon über WhatsApp Fotos von der Katze an. Auf dem Foto sah die Katze zum einen alt aus und zum anderen erkannte Franzi, dass die Fellnase alle vier Füße belastet, so dass sie davon ausging, dass vermutlich da kein Bein gebrochen ist. Doch anhand eines Bildes dies zu beurteilen ist nicht sicher und wer weiss, was ist? Um sicher zu gehen, dass es sich „nur“ um eine alte dünne Katze handelte, die evtl. nicht mehr so gut zu Fuß ist, fuhr Franzi vor Ort.

Sie wurde von 2 Kindergarten-Erzieherinnen, die anlässlich Fasching ganz bunt verkleidet waren, erwartet. Sie führten Franzi zu der Fellnase, die im Warmen bereits mit Wasser und Deckchen auf dem Boden umsorgt wurde. Vorsichtig machte sich Franzi mit dem Senior-Samtpfötchen bekannt - das war ganz lieb und zutraulich. Nebenbei „SCANNTE“ Franzi die Katzendame. Diese hat alle vier Pfötchen belastet. Die Vorderen waren ein bisschen krumm aber das war sicher dem Alter zuzuschreiben. Die Fellnase war in Franzis Augen viiiel zu mager, doch könnte hier auch eine Schilddrüsenkrankheit dahinterstecken….

Behutsam strich Franzi mit dem Chiplesegerät über das dünne Körperchen und zum Glück ertönte ein Signalton! Dann hieß es noch Hoffen, dass die Katzendame bei TASSO registriert ist und alle haben ganz fest die Daumen gedrückt… Tatsächlich war sie registriert. Die Katze war 19 Jahre alt und wohnte in der Straße, so dass kein Handlungsbedarf bestand, zumal auch keine Vermisstenmeldung vorlag.

Die Katzenlady wurde wieder nach draußen gelassen - Franzi beobachtete nochmal ganz genau das Gangbild, doch für eine 19jährige Katzen-Oma lief die Samtpfote flüssig und sie schien sich in der Gegend auch auszukennen….. Nach einiger Zeit verließ Franzi den Einsatzort und hoffte, dass die Fellnase noch einige gute Jahre vor sich hat. Sie fuhr nach Hause, um sich weiter auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Liebe Franzi tausend Dank, dass Du Deine Lernarbeit unterbrochen hast, um nach dem Rechten zu schauen und toi toi toi!




Donnerstag, 08.02.2024
Einsatzbericht Nr. 133🖤🌈🐾

Romeo wird auf Erden nicht mehr flirten….😿

Es war Donnerstag Nachmittag, um unser Notfalltelefon 24/7 besetzt zu haben, wechseln wir ehrenamtlichen Tier-Engel uns mit der Betreuung ab. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Notfalltelefon von Teammitglied Nela via Rufumleitung betreut, die Hardware befand sich bei Teammitglied Franzi.

Sowohl telefonisch als auch via Whats App meldete sich die Polizei Marbach und informierte uns, dass am Ortsausgang Pleidelsheim an einer Bushaltestelle eine tote Fellnase liegt. Teammitglied Franzi lernt momentan für ihre Prüfungen, doch da der Meldeort nicht weit von ihr war, war sie schnell angezogen und fuhr los.

Auf dem Weg zum Meldeort hatte Franzi schon eine Befürchtung, denn die Beschreibung der Polizei, dass es sich um eine orange-weisse Fellnase handelt, passte auf eine Samtpfote, die ihr persönlich bekannt war…. Als sie parkte und vor dem leblosen Samtpfötchen stand, bestätigte sich leider ihre Befürchtung - es war der liebe„Romeo“…. Oft saß er oben auf dem Balkon bei Franzi und hat die ersten Sonnenstrahlen vom Tag genossen… Franzi und ihre Familie nannten den Kater so, weil er immer mit ihren Katzenladys Trixie und Sissi geflirtet hat. Er war ein richtiger Charmeur...Wenn er da war, wollten die Katzenmädchen nie ins Haus reinkommen, auch wenn man nach ihnen rief….💕

Mit einem dicken Kloß im Hals hob Franzi Romeo sanft auf - er war noch ganz warm… Behutsam strich sie ihm noch ein paar mal über sein Fell und wünschte ihm eine gute Reise. Da soviel Verkehr war, beschloß Franzi, Romeo mit nach Hause zu nehmen und dort in Ruhe nach einem Chip zu sichern. Es hielt auch noch eine Dame an, die war sehr besorgt. Sie sagte, sie kennt den Kater - er hat wohl bei ihr ab und zu mal gefressen. Romeo war ein junger Kater mit einem Riesenradius und überall bekannt wie ein „bunter Hund“… Er wird nicht nur Franzi und der Dame fehlen, sondern ganz vielen anderen Menschen auch - da ist sich Franzi sicher….

„Romeo“ hatte weder einen Chip noch ein Tattoo und kastriert war er auch nicht. Franzi wusste jedoch, dass er früher mal eine Wunde hatte, diese war gepflegt und rasiert, so dass sich Franzi sicher war, dass „Romeo“ ein Zuhause hatte. Teammitglied Nela erstellte zeitnah eine Fundmeldung und teilte diese in unseren Social-Media-Kanälen - leider bisher ohne Erfolg…

Falls sich kein Besitzer meldet, wird Romeo bei Franzis Familie im Garten seine letzte Ruhe finden neben Katzenmädchen, mit denen er früher auch schon geflirtet hat… Für Franzi und ihre Familie stellte dieser Einsatz eine große Herausforderung dar und sie sind sehr traurig über Romeos Ableben…Gleichzeitig sind sie dankbar, sich von ihm verabschieden zu können und ihn auf seiner letzten Reise begleiten zu dürfen….

Alle hoffen, dass sich Romeos Besitzer doch noch melden und diese sich ebenfalls von ihm  verabschieden möchten - sollte dies nicht geschehen, hat Romeo bei Franzis Familie sein letztes Plätzchen gefunden… Danke dafür an Franzi und ihre Familie!!!

Ruhe in Frieden kleiner Charmeur Romeo🖤🌈




Sonntag, 04.02.2024
Kurzbericht Nr. 116 🐿️🐿️🐿️

Kurz vor "Schichtende" ihrer ehrenamtlichen Betreuung des Notfalltelefons bekam Teammitglied Birgit am Nachmittag einen Anruf aus Ludwigsburg. Ein Eichhörnchenkobel ist beim Öffnen einer Markise abgestürzt. In ihm saßen 5 winzige Hörnchen-Babys. Sofort wurde die Eichhörnchenhilfe Stuttgart informiert, diese hat daraufhin den Melder kontaktiert.

Nach ausführlicher Besprechung und Beratung wurde zunächst eine Rückführung versucht - als diese leider nicht erfolgreich war, wurden die kleinen Nagerbabys vom Melder zu einer Pflegestelle der Eichhörnchenhilfe in Neckarweihingen gebracht. Mit diesen 5 Babys war nun auch für die Eichhörnchenhilfe Stuttgart der offizielle Saisonbeginn eingeleitet.

Wir drücken den Kleinen fest die Daumen fürs Wachsen.
Eichhörnchenbabys können schon sehr früh im Jahr auf die Welt kommen. Haltet also bitte immer die Augen offen - besonders an stürmischen Tagen/Nächten….

Vielen lieben Dank!




Samstag, 03.02.2024
Einsatzbericht Nr. 112🐾🥺🐈🐾

Am Samstag, gegen Mittag betreute Tier-Engel Andrea T. das Notfalltelefon. Ca. 12h ging über die Polizei Marbach bei uns eine Meldung auf dem Notfalltelefon ein, dass in Affalterbach eine angefahrene verletzte Katze sei, die sich verkrochen hatte. Dem Tier würde wohl ein Bein „etwas weghängen“.

Nachdem Teammitglied Gaby wusste, dass unser Teammitglied, welches näher an Affalterbach wohnt, verhindert war, meldete sie sich zum Einsatz und fuhr los. Vor Ort angekommen stellte Gaby fest, dass sich der getigerte Kater in einem Hinterhof in einem Anbau verkrochen hatte. Sie versuchte ihn mit Leckerlis vorzulocken, aber das Gegenteil war der Fall. Er flüchtete aus dem Anbau und humpelte um das Haus herum. Dabei sah Tier-Engel Gaby, dass sein Becken schief stand und er das linke Hinterbein hinter sich her zog. Sie musste den Kater unbedingt sichern - er hatte vermutlich heftige Schmerzen und benötigte dringend ärztliche Hilfe.

Gaby eilte am Zaun entlang, um den stattlichen Kater nicht aus den Augen zu verlieren. Da sah sie, wie er in ein offenes Kellerfenster verschwand. Gaby klingelte sofort an der Haustür und nahm an, dass der Kater zum selbigen Haus gehörte. Leider war niemand zuhause. Im Verlauf stellte sich heraus, dass die Bewohner im Urlaub waren. Gaby suchte verzweifelt in der Nachbarschaft nach jemanden, der ihr die Tür öffnen konnte. Und tatsächlich: sie hatte Glück: Eine Nachbarin war von den verreisten Hausbewohnern beauftragt, die dort lebenden Hasen zu versorgen und nachdem Gaby sich vorgestellt hatte und den Grund ihres Einsatzes mitteilte, war die Dame sofort hilfsbereit unterstützend dabei!

Die Frauen kletterten in den alten Gewölbekeller hinunter. Auf einer Kartoffelschütte in 1,5m Höhe saß der verletzte Kater und traute sich nicht mehr vor oder zurück. Mit Hilfe einer Leiter, bissfesten Handschuhen und einem Kescher gelang schließlich die Sicherung. Behutsam setzte Gaby die schwerverletzte Fellnase in die mitgebrachte Transportbox und fuhr unverzüglich in die Tierklinik Ludwigsburg.

Dort wurde sich umgehend umden wehrhaften Kater, der furchtbare Schmerzen haben musste, gekümmert. Leider blieb die Suche nach einem Chip ergebnislos. Teammitglied Nela erstellte in unseren Socialmedia-Kanälen eine Fundmeldung, die bisher ohne Hinweise auf die Besitzer blieb.

Wir hoffen, der Fellnasenbub kann wieder komplett genesen. Ebenso hoffen wir, das sich die Besitzer doch melden und der Prachtkerl sich nach der Entlassung aus der Tierklinik in seinem gewohntem häuslichen Umfeld - sofern vorhanden - erholen kann.
Gute Besserung und werde schnell gesund!!




Samstag, 03.02.2024
Einsatzbericht Nr. 111🖤🌈🐾

Es war Freitag und unser Teammitglied Estelle kam zurück vom Gassigehen. Sie war auf dem Rückweg am Feldrand oberhalb von Asperg hinter dem Gymnasium, wo sie eine Stunde vorher schon war.

Jetzt allerdings sah sie auf der Mitte der Strasse etwas weisses liegen - Estelle hatte einen traurigen Verdacht….. war dies etwa eine Fellnase???? Estelle lief mit ihrem Hund Polarbär hin. Auf der anderen Strassenseite begegnete ihr eine Frau, die ebenfalls mit ihrem Hund Gassi war. Auch sie schaute erschrocken auf das weisse Fellbündelchen mitten auf der Strasse.

Als Estelle das leblose Samtpfötchen von der Straße holen wollte, kam ihr ein Bus entgegen - aus Richtung Gymnasium - mit vielen Kindern besetzt, die neugierig auf die Strasse und Estelle blickten… Der Bus kam immer näher und Estelle schrie und gestikulierte heftigst, dass der Busfahrer doch bitte anhalten möge.

Estelle nahm das Samtpfötchen von der Straße und ging auf die andere Seite, wo die Dame, die ebenfalls mit ihrem Hund unterwegs war, fassungslos den Kopf schüttelte. Der Busfahrer wäre vermutlich mitten über die Fellnase drüber, wenn Estelle nicht so beherzt eingeschritten wäre.

Estelles Herz klopfte wie wild, sie war rechtzeitig da und konnte so Schlimmeres verhindern. In ihrem Rucksack hatte Estelle ihr Chiplesegerät und als sie dieses dann am Strassenrand behutsam über den kleinen Fellnasen-Engel strich, ertönte auch sofort der erhoffte Signalton. Unser Tier-Engel rief umgehend bei TASSO an. Diese wiederum verständigten die Besitzer. TASSO gab die Kontaktdaten weiter und so meldeten sich die Besitzer von Loki kurze Zeit später bei Estelle.

Die ganze Familie kam, um Loki aus Estelles Armen nach Hause zu holen… Estelle sah und hörte bereits von weitem, wie Lokis Frauchen herzzerreissend weinte - es ging Estelle durch und durch. So sehr, dass sie selber Tränen in den Augen hatte… Gleichzeitig war Lokis Familie und auch Estelle „glücklich“, dass Loki nach Hause kam. Estelle sprach der Familie ihr Beileid aus und erfuhr, dass eine zweite Samtpfote zuhause warten würde. Sie kann sich nun von Loki verabschieden, so wie die Familie Loki nun auf der letzten Reise von zuhause aus begleiten kann - DANKE ESTELLE für deinen mutigen Einsatz!!!

Wir hoffen, Loki hatte eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und spielt nun mit den anderen Fellnasen-Engeln 🖤🌈 Deiner Familie wünschen wir ganz viel Kraft, um den tragischen Verlust zu bewältigen…






Mittwoch, 31.01.2024
Kurzbericht Nr. 104🐾🐈❣️🍀

10 Jahre verschwunden…. ein unglaubliches Happy End 🍀- Kater Uff kommt nach 10 Jahren wieder in seine alte neue Familie zurück🐾🐈❣️🍀

Am Mittwoch den 31.01.24 betreute unser Neu-Mitglied Edelgard das Notfalltelefon, als gegen 14 Uhr der Anruf aus Kirchheim/N. von einer verzweifelten Dame kam, die unsere Hilfe benötigte. Eine Streunerkatze, welche sie schon jahrelang versorgt, muss mittels Falle gesichert werden. Sie könne das allerdings nicht selbst bewältigen, sie ist gerade krank geschrieben und bittet uns deshalb auch, den Streuner nach Sicherung ins Tierheim zu fahren.

Die Dame erzählte, dass sie in 14 Tagen wegziehen muss und die Katze deshalb nicht weiter versorgt werden würde. 🥲Sie habe sich von ihrem Mann getrennt und er duldet die Fellnase nicht weiter auf dem Grundstück. Es gibt auch keine Nachbarn, die das übernehmen würden. In der Vergangenheit wurden in der Gegend 3 Katzen vergiftet und ein Nachbar ist Jäger. Sie mache sich nun schrecklich Sorgen um das Katerchen.

Traurig berichtete die Dame, dass sie bei sämtlichen Stellen wie Tierschutz, Katzenhilfe und Tierheimen angefragt hatte, doch niemand wollte den Streuner aufnehmen. Nur das Tierheim Heilbronn, an das sie schon seit 20 Jahren spendet, habe jetzt zugestimmt. Zusätzlich wurde sie für Hilfe beim Einfangen an unseren Verein verwiesen. Edelgard erklärte der Dame, dass das Tierheim Ludwigsburg unser Kooperationspartner ist, aber wir sicher eine Lösung finden.

Am Folgetag war Edelgard mit ihrem Mann in Bietigheim unterwegs, dabei brachte sie die Boxen zur Vereinszentrale zurück, in denen sie am Vortag 8 Katzenseelen ins Krematorium nach Fellbach gebracht hatte. Weil Edelgard schon mal da war, nahm sie dann auch gleich eine Falle mit, die sie der Dame nach Kirchheim/N. brachte. Vor Ort erzählte diese etwas mehr über die ganzen Umstände. Das Ausmaß der ganzen familiären Tragödie war auf der Baustelle rund ums Haus ersichtlich.

Der Streuner ist der Dame vor 10 Jahren mit einem verbrannten Schwanz zugelaufen und nie zahm geworden. Sie weiß auch nicht, ob es ein Bub oder ein Mädchen ist oder ob die Fellnase kastriert ist. Niemals war das Streunerchen dick oder hatte Nachwuchs. Die Dame zeigte Edelgard und ihrem Mann die Rückzugsplätze, die sie während der Pflege für das Samtpfötchen eingerichtet hatte. Vom Schlafplatz in der Garage, hinterm Haus, bis zu einem Katzenhaus für den Winter. Sie war sehr besorgt um die Fellnase, es fiel ihr alles sehr schwer, sie will nur das Beste und dass die Fellnase einen gesicherten Platz bekommt.

Edelgards Mann erklärte der Dame dann die Handhabung der Falle.  Da es schon Abend war, entschied man sich die Falle erst am Folgetag zu aktivieren. Edelgard hatte jedoch gleich das Gefühl, dass die Dame das vermutlich nicht alleine vollbringen kann. So war es auch und so rief die Frau am Freitag früh nochmals auf dem Nottelefon an. Eine tierliebe Dame aus Kirchheim, die sich sehr im Tierschutz engagiert und uns immer mal wieder unterstützt, hat den Einsatz vor Ort übernommen und die Falle für diesen Tag scharf gestellt. Gegen Abend rief die Melderin bei Edelgard an. Sie meldete, die Katze war in der Falle, hat gefressen, doch leider wurde die Falle nicht ausgelöst. Also ging der Sicherungsversuch am Samstag in die vierte Runde.

Dann endlich, am Samstag um 14.45 Uhr rief die Dame überglücklich wieder bei Edelgard an, die Katze sei gesichert. Sofort stieg Edelgard selbst ins Auto und fuhr nach Kirchheim, den Streuner abzuholen. Ihr wurde sogleich bei Ankunft eine Spende für uns Tier-Engel überreicht und gemeinsam luden die Frauen die Fellnase ins Fahrzeug. Schweren Herzens sagte die Dame „ihrer“ Fellnase Lebewohl und Edelgard machte sich auf den Weg ins Tierheim Ludwigsburg. Dort war im Vorfeld geklärt worden, dass die Fellnase dort ein neue Bleibe bekommt.

Nachdem Edelgard die Katze im Tierheim in liebe Hände abgegeben hatte, schrieb sie der Dame mit einem Foto, dass ihr Liebling während der Fahrt sehr ruhig war und ohne Probleme in die gerichtete Box im Tierheim untergebracht wurde. Sie bedankte sich bei allen, die bei der Lösung für die Fellnase involviert waren.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich für die großzügige Spende, die die Dame an das Tierheim überwiesen hatte, so dass die Unterbringung sowie die ärztliche Versorgung bezahlt war. 🙏 Das Schicksal - sowohl der Dame als auch der Fellnase - hat Edelgard während der folgenden Tage gedanklich sehr beschäftigt. Es ist leider nicht selbstverständlich, dass sich Menschen um Tiere kümmern, nicht wegsehen und auch noch Sorge tragen, wenn sie selbst nicht mehr in der Lage sind. Edelgard war froh, dass sie für den positiven Abschluss aktiv beitragen konnte.

Doch dies war nur ein Zwischen-Happy End… das„richtige“ Happy End kam ein paar Tage später….

Im Tierheim stellte man fest, dass die Fellnase - ein Katzenbub namens UFF- 2012 von einer Dame adoptiert wurde. Diese wohnte damals in Markgröningen. Leider waren die Adressangaben nicht mehr aktuell und so bat man uns, einen Aufruf in unseren Social-Media-Kanälen zu posten in der Hoffnung, dass irgendjemand die Dame kennt oder diese gar selber den Aufruf und ihren UFF erkennt. Am Sonntag, dem 11.02. um 10 Uhr erschien unser Aufruf, der dann auch ca. 330 mal geteilt wurde….

Und dann ging tatsächlich alles rasend schnell! Am Montag, dem 12.02.2024 erfuhren wir gegen 18 Uhr vom Tierheim Ludwigsburg, dass Frau Trumpp sich dort gemeldet und ihren Uff bereits nach Hause geholt hatte.

Wir wünschen Uff von ganzem Herzen ♥️ ein gutes Ankommen in seiner alten neuen Familie und würden uns freuen, wenn sich Frau Trumpp einmal bei uns meldet. Bestimmt würde sich auch die Dame, die ihn 10 Jahre lang versorgt hat, freuen etwas von „ihrem“ Streuner zu hören….🙏🥰💚




Sonntag, 21.01.2024
Einsatzbericht Nr. 75 🐕 🐕 🐕

Es war Sonntag, als der Anruf der Polizei gegen 18 Uhr auf unserem Notfalltelefon einging. Teammitglied Leonie - noch ganz neu bei uns - nahm den Anruf entgegen. Ein freilaufender Golden Retriever sei vom Tankstellenbesitzer in Markgröningen auf der Fahrbahn gesichtet und auch gleich gesichert worden. Der Hund höre auf Kommandos und darf in der Tankstelle bleiben, bis jemand von uns kommen kann. An dieser Stelle nochmals ein riesiges Dankeschön an den Herrn für seine Umsichtigkeit und liebevolle Betreuung des Vierbeiners bis zum Eintreffen unseres Teammitgliedes.
Tier-Engel Estelle wollte mit ihrer Fellnase gerade Gassi gehen, als sie die Meldung las - kurzerhand änderte sie ihren Plan und fuhr direkt nach Markgröningen.

Estelle fand eine superliebe Fellnase vor, die für angebotene Leckerlis nahezu alles machte 😊 Sie begrüßte den Hundebub und strich gleichzeitig mit dem Chiplesegerät unauffällig am Hals entlang. Sofort ertönte das Signal - ein Chip! Teammitglied Caro schaute online bei TASSO - und wir erfuhren, dass der Hundebub MAILO hieß - während Estelle telefonisch mit TASSO Kontakt aufnahm. Dort wollte man den Besitzern Bescheid geben.

Leider meldete sich niemand. Estelle stellte fest, dass Mailo unkastriert war und vermutete scherzhaft, dass er nach „Mädels“ gesucht hat…. Sie fuhr mit Mailo zur Adresse, die sie von TASSO bekommen hatte. Dort musste Estelle feststellen, dass der bei TASSO angegebene Besitzer nicht mehr der Besitzer ist. Die Familie hatte sich getrennt und der Hund wohnte bei den Kindern und der früheren Ehefrau.

Leider hatte niemand eine neue Adresse. Die Nachbarn vom ehemaligen Besitzer waren total hilfsbereit und haben versucht, Estelle zu helfen. In dem Augenblick, wo sie mit Mailo wieder gehen wollte, fuhr ein graues Auto ans Haus. Die Frau schaute Estelle und die Nachbarin an und fragte, ob sie hier wohnen würden. Die Nachbarin erkannte den Sohn des früheren Besitzers und die Autoinsassen wurden gefragt, ob sie ihren Hund suchen - die Antowrt war ein klares JA und schon sprangen die beiden aus dem Auto…. überglücklich, ihren Mailo wohlbehalten wieder in die Arme schließen zu können…. Estelle ließ Mailo raus und er wurde mit vielen Streicheleinheiten und Bussis verwöhnt.

Allerdings konnte Mailo nicht mit ins Auto - dieses war als 2-Sitzer ohne Rückbank zu klein und so lud Tier-Engel Estelle den Hundebub wieder in ihr Auto und fuhr der Familie is zu ihrem Zuhause hinterher, um Mailo dann auch bis zur Haustür zu begleiten.

HAPPY END für Zwei- und Vierbeiner !!!




Sonntag, 21.01.2024
Einsatzbericht Nr. 73🕊🕊🕊

Teammitglied Franziska hat die Hardware vom Notfalltelefon in Obhut und bekam am Sonntag gegen 14 Uhr eine WhatsApp:
Eine Dame meldete einen verletzten Vogel in ihrem Garten und weiß nicht, was sie machen soll. Sie denkt, eine Katze hat den Vogel angegriffen und dieser würde bluten. Franziska fragte die Dame, ob sie den Vogel selber sichern könne, ein Handtuchnest machen und das Tier in einen Karton setzen und dann ins Tierheim bringen?????

Die Dame meinte, sie traue es sich nicht zu. Da Franziska selber gerade auf dem Sprung war, rief sie ihre Verabredung an und fragte, ob sie sich eine halbe Stunde später treffen könnten… Dies war kein Problem und ab ging es für Franzi nach Benningen.

Es war nicht schwer, das verletzte Täubchen zu sichern. Franzi schaute das kleine Täubchen genau an - wie schwer waren die Verletzungen? Kann man dem Täubchen helfen oder musste man es erlösen? Die Flügel waren in Ordnung, am Körper war keine Wunde, aber am Köpfchen war eine Wunde und ein Auge war kaputt…Atmen tat das Tierchen normal…. Franzi klärte mit Tierheimleiterin Ursel Gericke ab, dass sie mit dem Täubchen vorbeikommen würde und ab ging es nach Ludwigsburg.

Dort kümmerte sich Tierheimleiterin Ursel Gericke perönlich und schaute das kleine Täubchen fachmännisch an. Sie vermutet aufgrund der Verletzungen einen Raubvogelangriff - und das Täubchen war schrecklich mager - der Kropf komplett leer und das Brustbein war zu fühlen… Vermutlich deshalb war die Kleine geschwächt und konnte so dem Angriff nciht entkommen.
Nun wird das Täubchen im Tierheim gut versorgt und wir drücken die Daumen, damit es sich rasch erholt.
Danke Franzi für den Einsatz und Danke wieder einmal an das Tierheim Ludwigsburg für die rasche Hilfe - besonders am Sonntag!




Samstag, 13.01.2024
Einsatzbericht Nr. 47 🐕 🐕 🐕 

Es war Samstag gegen 15h, als Teammitglied Edelgard, die das Notfalltelefon betreute, eine aufgeregte Dame in der Leitung hatte. Diese meldete einen kleinen Jack-Russel-Terrier, der seit mehr als 2 Stunden am hinteren Eingang des Kauflandes in Ludwigsburg angebunden sei und fürchterlich zittern würde…

Keine 10 Minuten später machte sich Teammitglied Estelle aus Asperg auf den Weg. Vor Ort angekommen fand sie den Hund schlafend vor - er lag auf einer Decke und ein paar Handtüchern - dies hatten besorgte Passanten veranlasst. Der kleine Hund war sehr agressiv - vermutlich verteidigte er seinen Platz mit den Decken - hatte er Angst, dass ihm diese jemand wegnimmt und er wieder auf dem eiskalten Boden sitzen müsste???

Estelle versuchte mit Futter und Leckerlis und beruhigenden Worten, eine Verbindung herzustellen - beobachtet von vielen neugierigen Menschen um sie herum…. Vorsichtig nahm die Fellnase zunächst die Leckerlis an, danach das Futter - Jeder konnte sehen, wie hungrig der Hund war…. Nunja, 2 Stunden in der Kälte kostet wahnsinnig Energie - trotz der versöhnlichen Futtergabe war der Hundejunge weiterhin misstrauisch und schnappte nach Estelle.

Estelle überlegte, wie sie den kleinen Kerl sichern konnte - Handtuch drüberwerfen? Keschern? Sie entschied sich für Letzteres. Bevor sie zum Auto lief, legte sie noch Fleisch-Leckerlis vor die Hundeschnauze - somit war der kleine Mann beschäftigt. Aus dem Auto holte Estelle ihre große Transportbox und den Kescher und lief zurück.

Sie stellte die Box vorsichtig vor dem Hund ab - er hatte keine Angst, lief jedoch auch nicht freudestrahlend hinein - nunja, etwas anderes wäre ja auch fast ein kleines Wunder gewesen….. Insofern lenkte Estelle den Terrier nochmals mit Futter ab und nutzte die Gelegenheit, um die Fellnase zu keschern. Die fand das nicht so lustig und Estelle sicherte den Wirbelwind mit ganzem Körpereinsatz. Bewegungsunfähig und plötzlich warmer Körperkontakt legten bei der Fellnase offenbar „einen Schalter um“.

Estelle löste einhändig die noch angebundene Leine vom Pfosten, während ihre andere Hand weiterhin das Mäulchen zuhielt, um weiteren Schnappattacken zu entgehen. Nach einem Handtausch konnte sie dann auch den Kescher entfernen und ein Mann, der alles beobachtet hatte, half Estelle, indem er ihr die Box näherbrachte und aufhielt, so dass Estelle den vierbeinigen Zwerg in die Box schieben konnte.

Ab dem Moment, wo die Fellnase in der Box war, war die Agressivität wie weggeblasen! Offenbar hatte er nun verstanden, dass man ihm nichts Böses wollte. Estelle sammelte ihr restliches Equipment ein und die Menschen um sie herum waren erleichtert, dass die Fellnase nun nicht mehr frieren muss und sich gekümmert wurde. Estelle berichtete, es war heftig zu sehen, in welch Gefühlschaos die kleine Hundeseele sich befand - von Angst über Agressivität bis zu erbärmlichen Zittern bis zu den Zähnen war alles dabei…..

Estelle brachte den Kleinen ins Tierheim. Dort war der Zwerg ganz friedlich und lief ohne Probleme in den für ihn vorbereiteten Zwinger. Die Fellnase war auch gechipt, doch leider nicht registriert.

Um 20.15h bekamen wir ein Update - der Besitzer hat sich gemeldet. Die Besitzerin berichtete, dass ihr Sohn unter Narkolepsie leidet, im Kaufland eine Attacke hatte und vergass, dass er den Hund dabei hatte. Als er nach Hause gekommen sei, hatte sie sofort nach der Fellnase gefragt und die Familie fuhr dann auch vor Ort und begann die Suche, die dann bei uns bzw. im Tierheim endete….. Am Folgetag wurde die bereits 14jährige Fellnase nach Hause geholt. Die Familie versicherte, dies komme so nicht mehr vor und war überglücklich, den Kleinen wieder bei sich zu haben.

Wir wünschen der Familie für die Zukunft alles Liebe und keinerlei solche Abenteuer mehr ;-)




Samstag, 13.01.2024
Doppel-Einsatzbericht Nr. 44+45 🕊🕊🕊

Am Samstag war unser 2. Vorstand Caro in ihrer morgendlichen Routine mit ihren Fellnasen: Füttern, Medikamente geben, Toilette säubern, Schmusen…. was als gutes Personal eben so ansteht.

Teammitglied Birgit betreute zu diesem Zeitpunkt das Notfalltelefon und bekam eine flugunfähige Taube in Bietigheim-Untermberg gemeldet. Untermberg ist in der Nähe von unserer Caro. Diese hatte zwar einen Anschlusstermin, fuhr jedoch trotzdem im Turbomodus zu dem bereits in einem Karton gesicherten Tier, da die Melder nicht mehr vor Ort bleiben konnten. Caro fand eine Türkentaube vor, die sie umgehend ins Tierheim Ludwigsburg zur weiteren Versorgung fuhr.

Als sie wieder wegfahren wollte, bemerkte sie den Taubenschwarm, der eben Futter erhalten hatte. Dabei fiel ihr eine Taube auf, die sehr verhalten mit geschlossenen Äuglein etwas abseits saß und sich nicht am allgemeinem Körnerpicken beteiligte. Caro lief auf das Täubchen zu, denn dieses saß fast in der Auffahrt und Caro wollte sie nicht überfahren - doch die Kleine bewegte sich kaum und so wollte Caro sie mit der bloßen Hand sichern. Fast hätte es geklappt - aber nur fast….

Kurz vor dem Zugriff tippelte das Täubchen die Abfahrt runter und setzte sich am Zaun wieder nieder. Aufgeplustert und mit geschlossenen Äuglein…. Diesmal nahm Caro den Kescher und sicherte das gesundheitlich angeschlagene und sehr magere Tier, um es dann bei den erstaunten Tierheim-Mitarbeitern abzugeben.

Vielen Dank liebe Caro und den beiden Täubchen rasche Genesung!




Samstag, 06.01.2024
Nr. 20🖤🌈🐾

Am Feiertags-Samstag-Nachmittag erreichte unser Notfalltelefon gegen 17 Uhr die Meldung über ein verunfalltes Tier zwischen Heimsheim und Hausen auf der L1179. Was genau es war, konnte der Melder uns nicht mitteilen. Einen ungefähren Standort bekamen wir zugesandt.

Teammitglied Benni übernahm den Einsatz, packte noch schnell seine Ausrüstung für Nachteinsätze zusammen und machte sich auf den Weg. Auf der Karte sah Benni, dass es sich um eine Landstraße mit ein paar Kurven handelte. Eines war ihm sofort klar. Er musste in der Dunkelheit besonders auf seine eigene Sicherheit achten. Es ist echt gefährlich auf stark befahrenen Straßen Einsätze zu haben, egal ob Tag oder Nachts.

Nach einigen Minuten, die Benni die Gegend absuchte, entdeckte er das verunfallte Tier. Kein Marder, kein Hase, kein Fuchs - es war ein Samtpfötchen-Mädchen.😭

Vorsichtig hob unser Teammitglied die Kleine hoch und ging mit ihr weg von der Landstraße. Benni schaute sich die Fellnase nun genauer an und ihm fiel ihr besonderes Aussehen und die Tätowierungen in den Ohren auf. Anschließend schaute er noch nach einem Chip. Doch das Chiplesegerät gab nicht einen Ton von sich.

Mit den Tätowierungen rief Benni nun bei TASSO an. Die nette Frau konnte jedoch nur die Tierärztin nennen, der die Katze tätowiert hatte. Das es Samstag Abend war und die Tierärztin erst ab Montag erreichbar, nahm Benni die Katze mit zu sich heim. Teammitglied Nela erstellte in den Social-Media-Kanälen eine Fundmeldung in der Hoffnung, die Besitzer ließen sich darüber finden oder zumindest Hinweise auf das Zuhause des Fellnasenmädchens… Leider vergeblich….

Am Montag erreichte Teammitglied Benni schließlich die Tierärztin und erfuhr, dass die Katze von der Katzenhilfe kommt. So kontaktierte er die Katzenhilfe Stuttgart auf der Suche nach weiteren Hinweisen. Einige Tage später bekamen wir die Info, dass die Fellnase zu einer Futterstelle gehörte. Benni überbrachte den Betreuern der Futterstelle die traurige Nachricht. Und erfuhr, dass es Katzendame Murzel war - sie wurde 12 Jahre alt.

Ruhe in Frieden Murzel🖤🌈




Freitag, 05.01.2024
Nr. 18 🐾🥺🐾

Unsere „Katzenkind-Lelo-Bedienstete“ Vera betreute an diesem Freitagabend das Notfall-Telefon, als sie um kurz vor 19:30 der Anruf erreichte, das in der Ludwigsburger Oststadt eine verunfallte / verletzte Katze zwischen parkenden Autos in einer Blutlache liegen würde.

Unsere Team-Mitglieder Estelle, sowie auch Mely & Karsten hatten sich unverzüglich für diesen Einsatz in unserem Notfallchat gemeldet und sind auch fast zeitgleich am Einsatzort eingetroffen.

Die Katze lebte und hatte sich schon mehrfach erbrochen sowie auch den Darm entleert. Estelle sicherte die sichtlich geschockte Katze mit einem Handtuch und gemeinsam mit Mely wurde die Fellnase behutsam in eine Box gelegt. Schnell bedankte Estelle sich bei den Meldern und rief ihnen noch zu, das die Katze von uns sofort in die Tierklink gebracht werden würde.

Mely schwang sich mit der Katze auf den Beifahrersitz bei Estelle und behielt das Samtpfötchen auf Ihrem Schoß unter ständiger Beobachtung im Blick. Die Heizung gegen eine mögliche Unterkühlung weit aufgedreht, ging es sofort los. Teammitglied Karsten folgte den beiden. Zum Glück war es nicht allzuweit und an der Klinik angekommen, hielt Karsten schon die Türe auf, damit Estelle und Mely mit den Rufen "Unfallkatze" gleich zum Tresen durcheilen konnten. Dort wurde die Katzenbox sofort von einem Tierarzt entgegengenommen und die Katze umgehend erstversorgt.

Derweil berichteten unsere drei Tier-Engel der netten und geduldigen Dame von der Tierklinik Ludwigsburg alles, was sie über die Fellnase und den Einsatz wussten. Estelle füllte noch den Fragebogen zum Fund-/Unfalltier aus. Kurz darauf bat der Tierarzt alle drei Tier-Engel in ein Besprechungszimmer und informierte dann über die offensichtlichsten Verletzungen:
Verletzungen am Maul / Kiefer gebrochen, rechtes Auge nicht mehr ganz in der „Fassung“, Gehirnerschütterung, Hüfte hat wohl auch was abgekriegt.

Das Katzenmädchen ist gechipt, die Tierklink hatte sofort bei Tasso angerufen, aber sie ist dort nicht registriert. Auch eine Überprüfung durch unseren 1. Vorstand Marion bei Findefix ergab leider keinen Treffer. Teammitglied Nela erstellte in unseren Socialmedia-Kanälen eine Fundmeldung, die bisher ohne Hinweise auf die Besitzer blieb.

Wir hoffen, die hübsche „Black Lady“ hat keine weiteren schweren Verletzungen und kann wieder komplett genesen. Ebenso hoffen wir, das sich die Besitzer doch melden und die Schönheit sich nach ihrer Entlassung aus der Tierklinik in ihrem gewohntem häuslichen Umfeld erholen kann.





Dienstag, 02.01.2024
Nr. 9 🦅🌈🦅🖤🦅

Ein Bericht über den Einsatz unserer Teammitglieder Sandra und Benni

Am Dienstag Nachmittag war Teammitglied Benni gerade in einem Fahrradladen, als er um 16:45h folgende Meldung im Notfallchat las: „Greifvogel hängt im Gebüsch fest. In Kallenberg auf dem Parkplatz eines Lebensmittelladens“
Benni gab sofort Rückmeldung, dass er den Einsatz übernimmt. Der Einsatzort befand sich nur wenige 100 Meter von ihm entfernt. Während Benni auf dem Weg war, rief er unser Teammitglied Sandra an und fragte ob sie ihn vor Ort unterstützen könne. Sandra sagte sofort zu und machte sich ebenfalls auf den Weg.

Auf dem Parkplatz erwartete Benni ein sehr netter Mann. Er zeigte ihm dem Greifvogel und schilderte die Situation. Der Greifvogel stellte sich aus Mäusebussard-Weibchen raus. Die Arme hatte einen Ast durch den Flügel durchstecken, eine Pfählungsverletzung. Nicht gut….

Benni rief umgehend die Leitung vom Tierheim Ludwigsburg an. Ursel Gericke ist Greifvogel-Spezialistin und nach ausführlicher Besprechung und Auswertung von Bildmaterial wurde entschieden, dass die Mäusebussard-Dame aufgrund der sehr schweren Verletzungen am Flügel über die Regenbogenbrücke fliegen durfte - die beste Lösung für das Wildtier…

Die Entscheidung fiel niemandem leicht, aber manchmal ist Tierschutz und Hilfe auch, das Leiden der Tiere zu beenden. Dann traf auch schon Teammitglied Sandra ein. Gemeinsam überlegten unsere Tier-Engel, wie sie die Bussardlady jetzt schonend befreien können. Das Gebüsch war sehr dicht - doch der hilfsbereite Melder kam schon mit einer Astschere an. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an den aufmerksamen und tierlieben Mann!

Teammitglied Sandra fixierte den Bussard, so dass Benni die Äste wegschneiden konnte. Dieser rief dann bei einer Tierärztin in der Nähe an und schilderte die Situation. Kurz darauf machten sich die beiden Tier-Engel auf den Weg und brachten den Greifvogel direkt zur Tierärztin. Welche unerträglichen Schmerzen hatte wohl das TIer? Was war passiert, dass es in diese schreckliche Lage gekommen ist??????

Vor Ort angekommen untersuchte die Tierärztin den verletzten Bussard und bestätigte die „Ferndiagnose“ von TIerheimleiterin Ursel Gericke: Es gab leider nur eine Hilfe für das Tier….. Und so schickte die Ärztin die Mäusebussard-Dame auf die letzte Reise. Fly free. 🖤🌈

Jetzt hast du keine Schmerzen mehr und musst nicht mehr leiden….




Montag, 01.01.2024
Nr. 2 🐈🐾🐈🐾🐈


Casanovas Happy End nach 3 Monaten

Ein Einsatzbericht von Teammitglied Benni
Am Neujahrestag erreichte uns gegen 17:50 die Meldung, dass sich in Münchingen eine Katze seit 2 Tagen in einer Wohnung befinde - die Herausforderung: In der Wohnung wurde umgebaut und in dieser Baustelle sei die Fellnase…
Ich war noch etwas verschlafen von der Silvesternacht und las die Meldung im Notfallchat. Trotz meiner Müdigkeit musste ich nicht lange überlegen und machte mich umgehend auf den Weg nach Münchingen. Vor Ort wurde ich von einer sehr netten Familie empfangen. Ich bekam genauere Infos zu der Katze: Diese sei seit 2 Tagen in der Wohnung und findet nicht mehr selber raus. Zudem sei die Katze sehr ängstlich.

Im obersten Stockwerk angekommen, schaute ich mich um - ich befand mich in einer kleinen Wohnung, die gerade umgebaut wird und noch unbewohnt war. Doch die Fellnase habe ich nicht gesehen. Ich fragte die Melder, wo denn die Katze sei. Der Melder lief in das Bad und zeigte in ein Loch in der Wand und sagte: „Da rennt sie immer rein, sobald jemand die Wohnung betritt.“

Ich dachte mir schon, dass dies nicht einfach werden würde. Anschließend machte ich mir Gedanken, wie ich der süßen Fellnase helfen kann. Ich organisierte eine Lebendfalle und stellte der scheuen Samtpfote noch Futter und Wasser in die Wohnung. Ab jetzt war Warten und Geduld angesagt. So verbrachte ich jetzt einige Tage damit, die Lebendfalle zu beaufsichtigen und mit Futter zu bestücken - dies täglich über mehrere Stunden, in denen ich mich ganzstill verhielt.

Einige Tage später war ich bereits total erkältet, da es jeden Tag Minusgrade hatte, die Wohnung unbeheizt war und ich der Katze aber unbedingt helfen wollte. Am Freitag den 12.01.24 ging ich um 20:45h nochmal in die Wohnung. Sofort bemerkte ich, dass die Falle ausgelöst hatte und machte meine Taschenlampe an, denn in der Wohnung war aufgrund der Umbaumaßnahmen noch kein Licht und hörte klar und deutlich ein: !Miau!

Ich konnte meinen Augen kaum trauen, nach 10 Tagen und unzähligen Stunden Warte- und Kontrollzeit war die Samtpfote endlich gesichert. Ich gab sofort Rückmeldung im Notfallchat und kontaktierte einen Mann, der seinen Kater schon mehrere Monate vermisste. Zufällig hatte ich eine Suchmeldung gesehen und bei mir abgespeichert. Der Mann wohnte in unmittelbarer Nähe und es passte irgendwie alles…..

Der Mann kam sofort vorbei und der Katzenjunge reagierte umgehend auf ihn, er schmeichelte seinen Kopf an die Männerhand und schnurrte ihn laut hörbar an. Ich war zu Tränen gerührt…

Kater Casanova wurde bereits seit dem 30.09.23 vermisst und ist nun endlich wieder Zuhause. Die Erleichterung, dass es ihm soweit gut ging, war bei allen war groß. So ließ ich es mir nicht nehmen, Casanova mit seinem über über überglücklichen Besitzer nach Hause zu begleiten. Am späten Abend schrieb mir dieser mir noch, das Casanova neben ihm kuschelt, als wäre er nicht 3 Monate sondern 3 Stunden weggewesen. So sieht Wiedersehensfreude aus.
Mein herzliches Dankeschön geht an die netten Melder für die super Zusammenarbeit. Ich wünsche Casanova und seinem Besitzer alles Gute für die Zukunft!